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Fotografie

Ambrotypien und Ferrotypien

Kollodium-Unikate auf Glas und Eisenblech aus der Zeit zwischen 1855 und 1900.

Mit dem nassen Kollodiumverfahren entstanden ab den 1850er-Jahren preiswertere Unikate. Die Ambrotypie ist ein unterbelichtetes Glasnegativ, das vor schwarzem Hintergrund positiv erscheint, die Ferrotypie, auch Blechbild genannt, ein Kollodiumbild auf schwarz lackiertem Eisenblech. Beide wurden wie Daguerreotypien in Etuis oder Passepartouts verkauft, Ferrotypien auch lose als billige Jahrmarktsbilder. In der Stadt und auf dem Land arbeiteten Wanderfotografen mit diesem Verfahren bis um 1900. Viele Aufnahmen zeigen Soldaten, Familien und Paare im Sonntagsstaat.

Ambrotypien werden nach Bildqualität, Motiv und Erhaltung bewertet; abblätternder schwarzer Lack auf der Rückseite lässt das Bild verschwinden, ist aber oft restaurierbar. Ferrotypien sind häufiger und meist geringer bewertet, ausgenommen seltene Motive wie Soldaten in Uniform, Berufe oder Außenaufnahmen. Rost und Knicke im Blech mindern. Etuis mit Prägung und Samt erhöhen die Wirkung. Aufnahmen mit erkennbaren Orten oder Ereignissen haben zusätzlich dokumentarischen Wert.

Woran man es erkennt

  • Schwarzer Hintergrund bei Ambrotypien
  • Abblätternder Lack
  • Rost bei Blechbildern
  • Seltene Motive gefragt

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.