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Fotografie

Kabinettfotografien

Größere Porträts und Ansichten im Kabinettformat aus den Ateliers der Gründerzeit.

Ab etwa 1866 setzte sich neben dem Visitformat das größere Kabinettformat von etwa 11 mal 17 Zentimetern durch, das mehr Details und repräsentative Inszenierungen erlaubte. Wiener Ateliers fotografierten Brautpaare, Familien, Offiziere, Schauspielerinnen und Sänger vor gemalten Hintergründen mit Säulen, Balustraden und Palmen. Die Kartons tragen auf Vorder- und Rückseite oft prachtvoll gedruckte Ateliernamen mit Medaillen und Hoftitel. Um 1900 kamen Platin- und Silbergelatineabzüge hinzu, die Kabinettkarte blieb bis zum Ersten Weltkrieg verbreitet.

Bewertet werden Motiv, Atelier und Erhaltung; Porträts von Bühnenstars, Musikern und Sportlern sind gefragt, ebenso Bilder mit Widmung und Signatur. Kabinettkarten von Hofateliers mit Hoftitel sind dekorativ und dokumentieren die Geschichte der Ateliers. Ausgebleichte Abzüge und abgestoßene Kartonecken sind häufig. Serien zu einer Person oder einem Theater werden gemeinsam bewertet. Unbekannte Familienbilder haben vor allem im geschlossenen Album Wert. Seltene Formate wie Promenade- oder Boudoirkarten werden gesondert eingestuft.

Woran man es erkennt

  • Gemalte Atelierhintergründe
  • Hoftitel auf dem Karton
  • Bühnenstars mit Widmung
  • Abgestoßene Ecken

Künstler & Entwerfer

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.