Künstler: Wiener Werkstätte
Josef Hoffmann
Architekt, Designer, 1870–1956, Pirnitz (Mähren) – Wien
Mitbegründer der Secession und der Wiener Werkstätte, Professor an der Kunstgewerbeschule 1899–1936; Palais Stoclet und Sanatorium Purkersdorf.
Josef Hoffmann besuchte die Staatsgewerbeschule in Brünn und studierte 1892–1895 an der Wiener Akademie bei Carl von Hasenauer und Otto Wagner, in dessen Büro er danach arbeitete. 1897 gehörte er zu den Gründern der Secession, 1899–1936 lehrte er an der Kunstgewerbeschule. 1903 gründete er mit Koloman Moser und dem Industriellen Fritz Waerndorfer die Wiener Werkstätte, deren künstlerischer Leiter er bis zur Auflösung 1932 blieb. Er starb 1956 in Wien.
Hoffmann entwarf Häuser samt Inhalt: das Sanatorium Purkersdorf (1904/05), das Palais Stoclet in Brüssel (1905–1911), die Villen auf der Hohen Warte (1900–1902) und das Haus Skywa-Primavesi (1913–1915). Im Handel erscheinen Silber- und Metallarbeiten der Wiener Werkstätte, darunter weiß lackiertes Gitterwerk aus gelochtem Blech, Gläser für J. & L. Lobmeyr mit Bronzitdekor, Bugholzmöbel von Jacob & Josef Kohn, Stoffe von Joh. Backhausen & Söhne und Möbel aus seinen Interieurs.
Silber der Wiener Werkstätte trägt meist die Rosenmarke, das WW-Monogramm, das Entwerfermonogramm „JH“, das Monogramm des ausführenden Silberschmieds und bis 1922 die Wiener Punze mit Dianakopf. Fehlt eine dieser Marken, ist die Zuordnung zu prüfen. Gitterwerkkörbe und -vasen wurden vielfach nachgemacht; Nachbauten weichen in Lochgröße, Blechstärke, Lötstellen und Lack vom gestanzten Original ab. Wittmann fertigt seit den späten 1960er Jahren Hoffmann-Möbel neu; Etiketten und Polsterung trennen sie von Originalen.
Epochen & Stile
Josef Hoffmann verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Döbling
Villenkolonie Hohe Warte mit den Häusern Moll, Moser, Henneberg und Spitzer (1900–1902), Haus Ast (1909–1911), Gemeindebau Klosehof und Haus Knips (1924/25).
Hietzing
Haus Skywa-Primavesi in der Gloriettegasse (1913–1915) und Häuser der Werkbundsiedlung (1932).
Neubau
Werkstätten der Wiener Werkstätte in der Neustiftgasse 32–34 (ab 1903).
Innere Stadt
Kabarett Fledermaus an der Kärntner Straße (1907), Gesamtausstattung durch die Wiener Werkstätte.
Mariahilf
Gestaltete 1904 mit Koloman Moser die Einrichtung des Modesalons Schwestern Flöge.
Brigittenau
Übernahm einen Bauteil des Winarskyhofs (1924–1926).
Ebenfalls: Wiener Werkstätte
- Lotte Calm1897–1974
- Carl Otto Czeschka1878–1960
- Franz Karl Delavilla1884–1967
- Josef von Divéky1887–1951
- Mathilde Flögl1893–1958
- Hilda Jesser1894–1985
- Moriz Jung1885–1915
- Rudolf Kalvach1883–1932
- Mela Koehler1885–1960
- Maria Likarz1893–1971
- Fritzi Löw1892–1975
- Emanuel Josef Margold1888–1962
- Koloman Moser1868–1918
- Dagobert Peche1887–1923
- Otto Prutscher1880–1949
- Kitty Rix1901–1951
- Felice Rix-Ueno1893–1967
- Jutta Sika1877–1964
- Therese Trethan1879–1957
- Eduard Josef Wimmer-Wisgrill1882–1961
- Ugo Zovetti1879–1974
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