Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Antike Möbel im 19. Bezirk, 1190 Wien

Hohe Warte und Grinzing: Möbel aus Döblinger Villen

Die Villenkolonie Josef Hoffmanns oben auf der Hohen Warte, Biedermeiervillen an der Döblinger Hauptstraße und Weinbauernhöfe in Grinzing und Nussdorf.

Viele Villen zwischen Hoher Warte, Sievering, Cobenzl und dem Döblinger Cottage wurden über Generationen vererbt; eine Verlassenschaft bringt dort oft Einrichtungen mehrerer Epochen zusammen. An der Döblinger Hauptstraße stehen Biedermeiervillen wie die Villa Wertheimstein, aus solchen Häusern kommen Sekretäre, Sitzgarnituren und Konsoltische. Truhen und bemalte Kästen kommen aus den Weinbauernhöfen am Grinzinger Ortskern und in Nussdorf, in den Gründerzeitwohnungen von Ober- und Unterdöbling Speisezimmer und Bücherkästen.

Zwischen 1900 und 1902 entstanden dort Josef Hoffmanns Häuser Moser-Moll, Henneberg und Spitzer, für deren Bewohner die Wiener Werkstätte später Möbel und Metallarbeiten lieferte; die Villa Ast folgte 1909–1911. Aus dem Jahr 1908 stammen Joseph Urbans Villa für Carl Redlich in der Kreindlgasse und Leopold Bauers Villa in der Himmelstraße 26. Oskar Strnad und Walter Loos bauten am Kaasgraben, und Ernst Lichtblau betreute im Karl-Marx-Hof die Beratungsstelle für Inneneinrichtung, die Mietern zweckmäßige Möbel nahebrachte.

Nach 1938 wurden zahlreiche jüdische Familien aus Döblinger Villen vertrieben. Arbeiten der Wiener Moderne und Möbel, die während der NS-Zeit den Eigentümer wechselten, kaufen wir deshalb erst nach geklärter Provenienz. Zuschreibungen an Hoffmann oder Moser stützen wir auf Vergleichsstücke und Archivunterlagen, nicht allein auf Familienüberlieferung. Auf Wunsch gehört das ganze Haus samt Weinkeller und Gartenmobiliar zur kostenlosen Besichtigung.

Was in Döbling häufig auftaucht

  • Möbel der Wiener Werkstätte – Villen der Hohen Warte und ihre Bauherren
  • Biedermeier-Möbel – Sommerhäuser und Villen an der Döblinger Hauptstraße
  • Truhen und bemalte Kästen – Weinbauernhöfe in Grinzing und Nussdorf
  • Möbel der Zwischenkriegszeit – Karl-Marx-Hof mit Lichtblaus Beratungsstelle

Mit Bezug zu Döbling

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 19. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 19. Bezirk.

Künstler

60

Manufakturen & Marken

33

Epochen & Stile

53

Materialien, Techniken & Punzen

45

Fragen zu Antike Möbel

Kaufen Sie auch große Gründerzeitmöbel?

Ja, wenn Qualität und Zustand stimmen, etwa bei Möbeln bekannter Wiener Firmen oder fein geschnitzten Stücken. Große Kredenzen und Bibliotheken haben einen kleineren Markt, werden aber geprüft.

Was ist ein Tabernakelsekretär?

Ein dreiteiliges Schreibmöbel des 18. Jahrhunderts: unten eine Kommode, in der Mitte eine Schreibklappe, oben ein Aufsatz mit Türen und einem mittleren Schränkchen, dem Tabernakel. Er war im süddeutschen und österreichischen Raum verbreitet und ist oft mit Nussmaser furniert.

Mein Thonet-Sessel hat keinen Stempel – ist er trotzdem echt?

Brandstempel und Etiketten können abgenutzt oder verloren sein. Modell, Bauweise und Schraubenart helfen bei der Zuordnung zu Thonet, Kohn, Mundus oder anderen Firmen.

Wie wird ein großer Kasten abgeholt?

Viele alte Kästen sind zerlegbar, Kranz, Türen und Seiten lassen sich lösen. Der Abtransport wird nach Maßen, Stiegenhaus und Aufzug geplant, die Möbel werden in Decken verpackt.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.