Josef Hoffmann im 19. Bezirk, 1190 Wien
Josef Hoffmann in Döbling: die Villenkolonie auf der Hohen Warte
Moll, Moser, Henneberg und Spitzer, später Ast und Knips: Für sie alle plante Josef Hoffmann in Döbling Häuser, dazu den Gemeindebau Klosehof.
Josef Hoffmann entwarf zwischen 1900 und 1902 jene Häusergruppe, die die Hohe Warte zur Künstlerkolonie machte: zwei aneinandergebaute Wohnhäuser, eines für den Maler Carl Moll, eines für Koloman Moser, dazu Häuser für Hugo Henneberg und Friedrich Victor Spitzer. 1909–1911 folgte das Haus Ast, 1912/13 die Villenkolonie Kaasgraben, 1924/25 der Gemeindebau Klosehof und das Haus Knips. Hoffmanns Weg vom Landhausstil der Jahrhundertwende bis in die Zwischenkriegszeit lässt sich damit in einem einzigen Bezirk verfolgen.
Möbel, Metallarbeiten und Textilien der Wiener Werkstätte lassen sich in Döbling mitunter bis zu den Villen der Hohen Warte und ihren Bauherren zurückverfolgen. Silber der Werkstätte trägt die Rosenmarke, das WW-Monogramm, Künstler- und Meistermonogramme sowie die Wiener Feingehaltspunze. Möbel nach Hoffmann-Entwürfen werden bis heute in Lizenz gefertigt, Etiketten und Konstruktion trennen Original und Neuauflage. Fällt ein Eigentümerwechsel in die NS-Jahre, steht die Herkunftsprüfung vor jedem Angebot.
Josef Hoffmann in anderen Bezirken
Hietzing
Haus Skywa-Primavesi in der Gloriettegasse (1913–1915) und Häuser der Werkbundsiedlung (1932).
Neubau
Werkstätten der Wiener Werkstätte in der Neustiftgasse 32–34 (ab 1903).
Innere Stadt
Kabarett Fledermaus an der Kärntner Straße (1907), Gesamtausstattung durch die Wiener Werkstätte.
Mariahilf
Gestaltete 1904 mit Koloman Moser die Einrichtung des Modesalons Schwestern Flöge.
Brigittenau
Übernahm einen Bauteil des Winarskyhofs (1924–1926).
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