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Autographen, Handschriften & Dokumente im 19. Bezirk, 1190 Wien

Musikerautographen aus Döbling: Beethoven, Mahler und die Villen

Heiligenstadt, Eroicahaus, Mahlers Grab in Grinzing und der Salon Wertheimstein: Autographen, Briefe und Familienarchive aus dem 19. Bezirk.

Villen am Cobenzl, in Sievering und auf der Hohen Warte bewohnen oft Enkel oder Urenkel der Erbauer, und ihre Bibliotheken enthalten mehr als Bücher: Briefbündel, Widmungsblätter, Stammbücher, Notenmanuskripte, Fotografien mit Unterschrift. Die Künstlerkolonie der Hohen Warte um 1900 hinterließ Korrespondenz von Malern und Fotografen. Grinzinger und Nussdorfer Weinbauernfamilien verwahren Kaufverträge für Weingärten und Heurigenkonzessionen, im Karl-Marx-Hof Dokumente zur Geschichte des Februar 1934.

Im Oktober 1802 verfasste Beethoven in Heiligenstadt das „Heiligenstädter Testament“, ein Jahr später arbeitete er in Oberdöbling an der „Eroica“; daran erinnern heute das Eroicahaus an der Döblinger Hauptstraße 92 und, in der Probusgasse 6, das Beethoven Museum. Gustav Mahlers Grab liegt am Grinzinger Friedhof. In der Villa Wertheimstein versammelte Josephine von Wertheimstein einen großen Kreis aus Literatur und Wissenschaft; Briefe aus diesem Salon sind gesuchte Quellen. Heute beherbergt die Villa das Bezirksmuseum.

Wurden die Bewohner einer Villa nach 1938 vertrieben, steht die Herkunftsfrage bei jedem Papier an erster Stelle. Musikerautographen prüfen wir an Schrift, Papier, Wasserzeichen und Provenienz; je bekannter der Name, desto genauer der Vergleich mit belegten Stücken. Bitte bewahren Sie Briefe flach und trocken auf, nicht in Klarsichthüllen. Die Besichtigung ist im ganzen Bezirk kostenlos.

Was in Döbling häufig auftaucht

  • Musikerbriefe und Notenmanuskripte – Beethoven- und Mahler-Orte im Bezirk.
  • Briefe und Widmungen aus Salontradition und Gelehrtenhaushalten – Villa Wertheimstein und Villenbibliotheken.
  • Künstlerkorrespondenz der Jahrhundertwende – Villenkolonie Hohe Warte.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 19. Bezirk.

Künstler

43

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

8

Materialien, Techniken & Punzen

2

Fragen zu Autographen, Handschriften & Dokumente

Kaufen Sie auch Familienbriefe ohne berühmte Namen?

Einzelne Familienbriefe haben meist geringen Marktwert. Interessant sind geschlossene Korrespondenzen mit Aussagen zum Zeitgeschehen, etwa aus dem Ersten Weltkrieg, Auswandererbriefe oder Briefe mit Bezug zu Wiener Firmen und Ereignissen.

Hat eine Urkunde mit Unterschrift von Kaiser Franz Joseph Wert?

Ja, wenn die Unterschrift eigenhändig ist. Viele Ernennungs- und Verleihungsdekrete tragen nur eine gedruckte oder gestempelte Signatur. Wir prüfen das an Tinte, Druckbild und Papier.

Soll ich Briefe aus den Umschlägen nehmen und ordnen?

Nein. Umschläge mit Poststempel gehören zum Brief und helfen bei Datierung und Zuordnung. Lassen Sie den Bestand so, wie er ist; wir ordnen bei der Sichtung.

Wie bewahre ich alte Dokumente richtig auf?

Flach, trocken, dunkel und in säurefreien Mappen. Klebebänder, Büroklammern und Gummiringe schaden dem Papier; entfernen Sie sie aber nicht selbst, wenn sie fest anhaften.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.