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Antiquitäten Wien

Asiatika im 19. Bezirk, 1190 Wien

Asiatika aus Döbling: Villen der Hohen Warte und Grinzing

Moser und Moll, Gründer der Secession, wohnten auf der Hohen Warte; die Secession widmete 1900 eine Ausstellung Japan. Döblinger Villen bewahren Asiatika aus dieser Zeit.

Viele Villen Döblings, von der Hohen Warte bis Sievering, gehören seit Generationen derselben Familie, und ihre Einrichtungen reichen durch mehrere Epochen. Wer dort aufräumt, findet Asiatika oft an unerwarteten Orten: im Wäschekasten, im Herrenzimmer, im Weinkeller. Ostasiatisches Kunsthandwerk kam hier um 1900 mit dem Japonismus ins Haus, später über Reisen und Geschenke: Holzschnitte, Lackarbeiten, Cloisonné, Seidenstickereien, chinesisches Porzellan. Grinzinger und Nussdorfer Weinbauernhöfe bewahren eher Souvenirs, im Karl-Marx-Hof Exportporzellan der Nachkriegszeit.

Koloman Moser und Carl Moll, beide Gründer der Secession, bewohnten die Doppelvilla Moser-Moll von Josef Hoffmann; die sechste Ausstellung der Secession war 1900 japanischer Kunst gewidmet. Mit ihrer Moscheefassade zitiert die Zacherlfabrik in der Nußwaldgasse Formen des Orients, wie es das späte 19. Jahrhundert liebte. Ostasiatische Stücke in Döblinger Villen gehören zu diesem Geschmack, der Japan als Vorbild für Fläche und Ornament entdeckte.

Kam ein Stück in den Jahren der NS-Herrschaft in die Familie, wird seine Herkunft vor dem Ankauf geklärt. Seidenstickereien liegen in Villen häufig zusammengelegt in Dachbodentruhen; schütteln Sie sie nicht aus, Fäden brechen leicht. Wir sehen Haus, Dachboden und Keller an einem Termin an, Holzschnitte und Stickereien prüfen wir unter der Lupe.

Was in Döbling häufig auftaucht

  • Japanische Holzschnitte und Lackarbeiten – Villen der Hohen Warte aus dem Umfeld der Secession
  • Seidenstickereien und Gewänder – Truhen auf Dachböden der Döblinger Villen
  • Exportporzellan der Nachkriegszeit – Wohnungen im Karl-Marx-Hof

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 19. Bezirk.

Künstler

3

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

7

Materialien, Techniken & Punzen

17

Fragen zu Asiatika

Spielt die Herkunftsgeschichte eine Rolle?

Eine große. Rechnungen, Händleretiketten, alte Auktionskataloge oder ein Familieninventar belegen, dass ein Stück seit Langem in Europa ist, und steigern die Nachfrage. Bitte legen Sie solche Unterlagen der Anfrage bei.

Soll ich eine beschädigte Vase vorher restaurieren lassen?

Nein. Restaurierungen werden im Handel aufgedeckt und mindern den Wert meist stärker als ein ehrlicher Chip. Bewahren Sie abgebrochene Teile auf und zeigen Sie sie mit.

Kaufen Sie auch chinesische Möbel und Paravents?

Ja, Hartholzmöbel, Lackmöbel und Koromandel-Paravents. Für die Einschätzung brauchen wir Fotos der Gesamtansicht, der Rückseiten und der Verbindungen, weil Holzart und Bauweise das Alter verraten.

Wie fotografiere ich Porzellan richtig?

Eine Gesamtansicht vor neutralem Hintergrund, dann den Boden mit Marke und Standring scharf und gerade von oben, schließlich Details der Malerei und jede Beschädigung. Tageslicht ohne Blitz zeigt Glasur und Farben am besten.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.