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Ikonen & sakrale Kunst im 19. Bezirk, 1190 Wien

Sakrale Kunst aus Döbling: Heiligenstadt, Kahlenberg und Villen

Alte Pfarrkirchen in Heiligenstadt, Nussdorf und Grinzing, Weinbauernhöfe am Pfarrplatz und Villen mit Sammlungen: In Döbling liegt sakrale Kunst zwischen Weinberg und Salon.

Wo in Sievering, Nussdorf und Grinzing noch Weinbauernhöfe stehen, haben Hausaltäre, Hinterglasbilder und Figuren des heiligen Urban, des Patrons der Winzer, oft seit Generationen ihren Platz. Die Villen auf Hoher Warte und am Cobenzl bewahren dagegen Sammlungsstücke: Ikonen, gotische Holzfiguren, barocke Altarbilder in kleinem Format. Im Karl-Marx-Hof und den Gemeindebauten von Heiligenstadt überwiegen Andachtsbilder, Rosenkränze und Wallfahrtsandenken aus mehreren Jahrzehnten.

Zur älteren Schicht zählen die Kirchen der Weinorte Grinzing, Nussdorf und Heiligenstadt sowie die Hauerhäuser am Heiligenstädter Pfarrplatz, wo Beethoven 1802 wohnte. Auf dem Kahlenberg steht die Kirche St. Josef, die an die Entsatzschlacht von 1683 erinnert, auf dem Leopoldsberg die Leopoldskirche. Viele jüdische Familien mussten nach 1938 ihre Döblinger Villen verlassen; ihre Sammlungen, die auch sakrale Kunst einschlossen, wurden zerstreut.

Figuren aus Weinbergkapellen oder Bildstöcken gehören oft der Gemeinde oder der Pfarre, und ohne Beleg für einen privaten Erwerb übernehmen wir sie nicht. Bei Sammlungsstücken aus Villen prüfen wir, ob sie zwischen 1938 und 1945 ihren Eigentümer wechselten. Fotografieren Sie Rückseite und Sockel. Die kostenlose Besichtigung in Grinzing und Sievering umfasst auch Presshaus und Keller.

Was in Döbling häufig auftaucht

  • Hausaltäre, Hinterglasbilder und Figuren des heiligen Urban – Weinbauernhöfe in Grinzing, Nussdorf und Sievering
  • Ikonen, gotische Holzfiguren und kleine Altarbilder – Villensammlungen auf Hoher Warte und am Cobenzl; Provenienzprüfung
  • Andachtsbilder und Wallfahrtsandenken – Karl-Marx-Hof und Gemeindebauten in Heiligenstadt

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 19. Bezirk.

Künstler

35

Epochen & Stile

12

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Ikonen & sakrale Kunst

Wie alt ist meine Ikone?

Von vorn lässt sich das selten sagen, weil Ikonen über Jahrhunderte in gleichen Formen gemalt wurden. Aussagekräftiger sind Rückseite, Holz, Querleisten, Kreidegrund und Inschriften. Schicken Sie uns deshalb immer auch ein Foto der Rückseite.

Ist eine Ikone mit Silberoklad mehr wert?

Oft ja, aber nicht immer aus demselben Grund. Bei gedruckten Ikonen trägt der Oklad häufig den größeren Teil des Werts, bei gemalten Ikonen ergänzen sich Malerei und Silber. Oklad und Ikone sollten in jedem Fall zusammenbleiben.

Kaufen Sie Objekte aus Kirchen oder Kapellen?

Nur wenn der rechtmäßige Erwerb belegt ist, etwa durch eine Bestätigung der Pfarre, Erbunterlagen oder alte Kaufbelege. Ohne solche Nachweise übernehmen wir kein Kirchengut. Wir sehen uns die Unterlagen gern vorab an.

Darf ich eine nachgedunkelte Ikone reinigen?

Bitte nicht. Der dunkle Firnis aus Leinöl liegt direkt auf der Malschicht, und Lösungsmittel oder Wasser zerstören sie. Abnahme und Festigung sind Aufgaben für Restauratoren; für die Bewertung reicht der jetzige Zustand.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.