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Musikinstrumente im 8. Bezirk, 1080 Wien

Musikinstrumente aus der Josefstadt: Hausmusik im Biedermeierbezirk

Zur Wiedereröffnung des Theaters in der Josefstadt 1822 schrieb Beethoven „Die Weihe des Hauses“. Josefstädter Altbauwohnungen bewahren Klaviere und Streichinstrumente.

Lange Gasse, Piaristengasse und Lenaugasse sind von Biedermeier- und Gründerzeithäusern mit großen Altbauwohnungen geprägt. Kachelöfen und Kastenfenster sind vielfach erhalten, ebenso Pianinos und Flügel, die seit Jahrzehnten an derselben Wand stehen. Bei Verlassenschaften finden sich Violinen und Bratschen mit Bögen, Notenbibliotheken, Biedermeier-Gitarren und gelegentlich ein Hammerflügel. Jahrzehnte trockener Kachelofenluft hinterlassen oft Risse im Resonanzboden; sie mindern den Wert, schließen einen Ankauf aber nicht aus. Universitäts- und Ärztehaushalte bringen außerdem Notenbestände mit Widmungen und Konzertprogramme.

Josef Kornhäusel baute das Theater in der Josefstadt 1822 um; zur Wiedereröffnung komponierte Ludwig van Beethoven die Ouvertüre „Die Weihe des Hauses“. In der Piaristenkirche Maria Treu, deren Kuppel Maulbertsch 1752/53 ausmalte, legte Anton Bruckner 1861 seine Orgelprüfung ab. Wiener Hammerflügel der Biedermeierzeit, gebaut etwa von Conrad Graf oder der Familie Streicher, stammen aus denselben Jahrzehnten wie viele Josefstädter Bürgerhäuser.

Viele Josefstädter Häuser haben keinen Lift; für Flügel kommt ein Klaviertransporteur mit Treppenraupe oder Trageteam. Fotos von Instrument, Seriennummer und Stiegenhaus helfen, den Aufwand einzuschätzen. Streichinstrumente bitte im Kasten lassen und den Kasten mitfotografieren, alte Etuis tragen oft Händleretiketten. Die Besichtigung ist kostenlos, den Abholtermin vereinbaren wir nach Ihrer Zusage. Ausbezahlt wird bar oder per Überweisung.

Was in Josefstadt häufig auftaucht

  • Pianinos und Flügel in Altbauwohnungen – lange Wohndauer in Biedermeier- und Gründerzeithäusern
  • Violinen und Bratschen mit Bögen und Etuis – Universitäts- und Ärztehaushalte im Bezirk
  • Hammerflügel und Tafelklaviere des Biedermeier – Bürgerhäuser in Langer Gasse und Piaristengasse

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 8. Bezirk.

Künstler

3

Manufakturen & Marken

16

Epochen & Stile

5

Materialien, Techniken & Punzen

8

Fragen zu Musikinstrumente

Soll ich ein Instrument vor dem Verkauf reparieren lassen?

Nein. Für die Bewertung genügt der jetzige Zustand, und eine Reparatur erfordert Fachkenntnis. Laienhaft geleimte Risse oder neu lackierte Decken mindern den Wert stärker als der ursprüngliche Schaden.

Wie fotografiere ich eine Geige für die Ersteinschätzung?

Decke, Boden und beide Zargen gerade von vorn, die Schnecke von der Seite und den Zettel durch das linke F-Loch mit einer Taschenlampe. Beim Bogen den Frosch und den Stempel am Ende der Stange. Tageslicht ohne Blitz zeigt Lack und Holz am besten.

Kaufen Sie Instrumente aus der Blasmusik?

Ja, besonders ältere Instrumente Wiener und böhmischer Hersteller mit Drehventilen, Wiener Hörner und Instrumente mit Hofstempel. Moderne Schülerinstrumente sind häufig und werden im Bestand bewertet.

Nehmen Sie defekte Spieldosen und Drehorgeln?

Ja. Auch Werke mit gebrochenen Kammzähnen, fehlenden Walzen oder Schäden am Gehäuse haben Wert, weil sie sich restaurieren lassen. Bitte ziehen Sie ein blockiertes Werk nicht weiter auf.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.