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Manufaktur: Porzellan

Elbogen

Elbogen (Loket) bei Karlsbad, seit 1815

Porzellanfabrik der Brüder Haidinger in Elbogen bei Karlsbad, 1815 gegründet; Marke mit einem Arm, der ein Schwert hält.

Die Brüder Rudolf und Eugen Haidinger gründeten 1815 in Elbogen an der Eger eine Porzellanfabrik. Sie gehörte zu den ersten Betrieben der Karlsbader Region, die in größerem Umfang Porzellan für den Wiener und österreichischen Markt herstellten, und wurde auf Gewerbeausstellungen der Monarchie ausgezeichnet. Im späteren 19. Jahrhundert wechselte der Besitz mehrfach; die Fabrik produzierte bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

Im Biedermeier entstanden Tassen, Teller und Vasen mit Blumen- und Ansichtsmalerei, Lithophanien sowie Tafelservice mit Goldrändern. Ein Teil der Weißware ging an Wiener Dekorateure, die sie bemalten. Später verlagerte sich das Programm auf Gebrauchsgeschirr, Tafel- und Kaffeeservice. Ansichten von Elbogen mit seiner Burg auf dem Felsen über der Eger zählen zu den beliebten Andenkenmotiven. Die Nähe zu Karlsbad brachte Absatz an Kurgäste.

Die Marke zeigt einen gepanzerten Arm mit Schwert, abgeleitet aus dem Stadtwappen, in Unterglasurblau oder eingeprägt, später auch mit dem Schriftzug „Elbogen“ und Ortsangaben. Ohne Marke ist die Abgrenzung zu Schlaggenwald, Pirkenhammer und Klösterle schwierig. Bei Tassen helfen Form des Henkels, Fußbildung und Ausführung der Vergoldung, bei Lithophanien Motiv und Plattenformat. Unterglasurmarken in Blau sind in der Regel älter als Aufglasurmarken mit Schriftzug.

Entwerfer & Personen

  • Rudolf Haidinger
  • Eugen Haidinger

Ebenfalls: Porzellan

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