Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Tribal Art & außereuropäische Kunst im 8. Bezirk, 1080 Wien

Tribal Art aus der Josefstadt: Gelehrten- und Sammlerhaushalte

Das Volkskundemuseum im Palais Schönborn sammelt Europa, für Afrika, Ozeanien und Amerika ist das Weltmuseum die Referenz. In Josefstädter Wohnungen finden sich beide Welten.

Die Josefstadt bewahrt Wohnungen, in denen über Generationen gesammelt wurde: Bibliotheken, Grafik, Porzellan – und vereinzelt Objekte aus Afrika, Ozeanien oder Amerika, die Gelehrte, Ärzte oder Reisende mitbrachten. Die Nähe zur Universität zeigt sich in Nachlässen, in denen Ethnografica neben Fachliteratur, Feldfotos und Korrespondenz liegen. Theaterleute aus dem Umfeld des Theaters in der Josefstadt sammelten mitunter Masken. Weil der Bezirk im Krieg wenig zerstört wurde, blieben solche Bestände oft im ursprünglichen Zusammenhang erhalten, Raum für Raum.

Das Österreichische Museum für Volkskunde, untergebracht in Hildebrandts Palais Schönborn, sammelt europäische Volkskultur. Sein Mitbegründer Michael Haberlandt kam aus der ethnografischen Sammlung des Naturhistorischen Hofmuseums, aus der später das Weltmuseum hervorging – Volkskunde und Völkerkunde haben in Wien gemeinsame Wurzeln. Für die Bestimmung außereuropäischer Objekte führt der Weg deshalb vom Palais Schönborn in die Neue Burg, für Krippen und Hinterglasbilder in die Laudongasse.

Notizen, Feldfotos und Briefe, die mit einem Objekt überliefert sind, sind für die Bewertung so wichtig wie das Stück selbst; bewahren Sie sie gemeinsam auf. Bei der kostenlosen Besichtigung prüfen wir Material, Gebrauchsspuren und Herkunft und sagen offen, wenn ein Objekt dem Artenschutz unterliegt. Bezahlung nach Vereinbarung bar oder per Überweisung; aus Wohnungen mit Doppelflügeltüren und engen Stiegen tragen wir verpackt hinunter.

Was in Josefstadt häufig auftaucht

  • Ethnografica aus Gelehrtennachlässen – Universitätsnähe, oft mit Feldfotos und Notizen
  • Masken aus Theaterhaushalten – Umfeld des Theaters in der Josefstadt
  • Kleinobjekte aus Afrika und Ozeanien in Vitrinen – über Generationen unveränderte Wohnungen

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 8. Bezirk.

Künstler

4

Epochen & Stile

3

Materialien, Techniken & Punzen

7

Fragen zu Tribal Art & außereuropäische Kunst

Kaufen Sie Stücke ohne Herkunftsnachweis?

Bei vielen Objekten genügt ein plausibler Nachweis, dass sie seit Langem in Europa sind, etwa Erbunterlagen, alte Familienfotos oder Händleretiketten. Archäologische Funde, Objekte aus Benin und Stücke mit Verdacht auf Raub übernehmen wir ohne lückenlose Provenienz nicht. Im Zweifel klären wir die Lage vor dem Angebot.

Was ist Touristenkunst und hat sie Wert?

So nennt der Handel Stücke, die seit etwa 1950 für Reisende und den Export gefertigt wurden. Die meisten haben geringen Sammlerwert; signierte Makonde-Skulpturen, Tingatinga-Bilder und frühe Andenken der Kolonialzeit finden aber Käufer.

Kaufen Sie Objekte mit Federn, Fell oder Elfenbein?

Nur mit den Nachweisen, die das Artenschutzrecht verlangt. Elfenbein unterliegt seit 2022 besonders strengen EU-Regeln. Wir prüfen Material und Rechtslage bei der Besichtigung.

Wir haben die Sammlung eines Missionars geerbt – wie gehen wir vor?

Lassen Sie die Sammlung beisammen und suchen Sie Briefe, Listen, Fotos und Tagebücher zusammen. Solche Unterlagen belegen Herkunft und Zeit und steigern das Interesse erheblich. Wir bewerten den Bestand vor Ort als Ganzes.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.