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Antiquitäten Wien

Antike Möbel im 5. Bezirk, 1050 Wien

Kredenzen, Kästen und SW-Möbel aus Margaretner Wohnungen

Zinshäuser zwischen Wienzeile und Gürtel, Gemeindebauten wie Reumannhof und Metzleinstaler Hof: In Margareten überwiegen Möbel des 20. Jahrhunderts.

Zwischen Rechter Wienzeile und Margaretengürtel entstanden in der Gründerzeit auf fast jeder Parzelle Zinshäuser mit vier bis fünf Geschoßen. Die Wohnungen waren klein, ursprünglich oft Zimmer-Küche mit Gangtoilette; entsprechend häufig sind Küchenkredenzen, Wäschekästen und Nachtkästchen statt großer Salongarnituren. Biedermeierhäuser um den Margaretenplatz und das Schlossquadrat bewahren vereinzelt ältere Stücke. In den Gemeindebauten der 1920er- und 1950er-Jahre stehen Kredenzen, Kästen und Sitzgarnituren der Erstausstattung, darunter SW-Möbel der Aktion Soziale Wohnkultur.

Am Gürtel zeigen die Wohnhausanlagen des Roten Wien, wie die Gemeinde Wohnraum für Arbeiterfamilien schuf: Der Reumannhof (1924–1926) und die Erweiterung des Metzleinstaler Hofs gehen auf Hubert Gessner zurück, der Heinehof von 1925 an der Stöbergasse auf Otto Prutscher. Margarete Schütte-Lihotzky, Architektin der Frankfurter Küche, wohnte lange in der Franzensgasse 16, heute ein Gedenkraum. Otto Schönthal errichtete 1950 mit Leo Kammel den Eiselsberg-Hof in der Siebenbrunnengasse; die Nachkriegsmoderne vertritt im Bezirk das Matzleinsdorfer Hochhaus.

Nicht jede Kredenz hat Sammlerwert – Entwurf, Hersteller und Zustand entscheiden. Fotografieren Sie Rückwände und Schubladenböden; Aufkleber und Stempel der Tischlerei sagen dabei viel. Kellerabteile im Gemeindebau sind oft eng und schlecht beleuchtet, deshalb öffnen wir sie während der kostenlosen Besichtigung zusammen mit Ihnen. Was keinen Ankauf rechtfertigt, räumt auf Wunsch unsere Schwesterseite entruempelung-danube.at.

Was in Margareten häufig auftaucht

  • SW-Möbel der Aktion Soziale Wohnkultur – Erstausstattung vieler Gemeindewohnungen der 1950er-Jahre
  • Kredenzen und Küchenkästen der Nachkriegszeit – Wiederaufbaubauten in Baulücken des Bezirks
  • Biedermeier-Kleinmöbel – vereinzelte Vorstadthäuser um Margaretenplatz und Schlossquadrat

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 5. Bezirk.

Künstler

60

Manufakturen & Marken

33

Epochen & Stile

53

Materialien, Techniken & Punzen

45

Fragen zu Antike Möbel

Wie wird ein großer Kasten abgeholt?

Viele alte Kästen sind zerlegbar, Kranz, Türen und Seiten lassen sich lösen. Der Abtransport wird nach Maßen, Stiegenhaus und Aufzug geplant, die Möbel werden in Decken verpackt.

Sind bemalte Bauernkästen gefragt?

Ja, besonders mit originaler Bemalung, Jahreszahl und Namen. Spätere Übermalungen und Heimatstil-Möbel des 20. Jahrhunderts werden geringer bewertet.

Was passiert mit Möbeln ohne Marktwert?

Sie bleiben auf Wunsch in der Wohnung oder werden im Zuge der Räumung entsorgt, die unsere Wiener Schwesterseite übernimmt. Für Restbestände aus Verlassenschaften sind wir im EDM als Abfallsammler nach § 24a AWG 2002 registriert.

Woran erkenne ich ein echtes Biedermeiermöbel?

An der Konstruktion mit handgeschnittenen Zinken, dünnem Furnier auf Weichholz, Schellackpolitur und schlichten, ausgewogenen Proportionen. Stilmöbel des 20. Jahrhunderts sind oft massiv, maschinell gezinkt und modern lackiert. Fotos der Schubladen und der Rückwand helfen bei der Einschätzung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.