Récamière
Ruhebetten mit geschwungenen Enden aus Empire und Biedermeier, benannt nach Juliette Récamier.
Die Récamière ist ein Ruhebett mit zwei unterschiedlich hohen, geschwungenen Enden, benannt nach der Pariser Salonnière Juliette Récamier, die Jacques-Louis David um 1800 auf einem solchen Möbel porträtierte. Im Empire und Biedermeier wurde die Form auch in Wien gefertigt, mit Mahagoni- oder Kirschfurnier, geschnitzten Füßen und Applikationen. Verwandt sind Chaiselongue und Méridienne, ein Ruhebett mit niedriger Rückenlehne. Der Historismus griff die Formen wieder auf, im Art déco entstanden neue Varianten mit flacher Polsterung und Wurzelfurnier.
Geprüft werden Form, Holz, Zustand des Gestells und Originalität; Récamièren des Empire und Biedermeier sind seltener als spätere Nachbauten. Neu gepolsterte Stücke mit passenden Stoffen mindern kaum, beschädigte Gestelle und ersetzte Füße dagegen deutlich. Die Länge erschwert die Aufstellung in kleineren Räumen. Stilkopien des 20. Jahrhunderts sind häufig und an Holz und Verarbeitung erkennbar. Originale Rosshaarpolsterung spricht für eine alte Ausführung. Fotos ohne Polsterauflage zeigen Konstruktion und Furnier.
Woran man es erkennt
- Zwei geschwungene Enden
- Empire und Biedermeier
- Rosshaarpolsterung
- Spätere Nachbauten
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