Biedermeier-Kanapee
Sofas mit geschwungenen Seitenteilen, furnierter Zarge und gepolstertem Sitz, einzeln oder als Teil einer Garnitur.
Das Kanapee war das zentrale Sitzmöbel des Biedermeier-Salons. Typisch sind eine furnierte Zarge, geschwungene oder gerollte Seitenteile, eine gerade oder leicht geschwungene Rückenlehne und Füße in Säbel-, Kugel- oder Klotzform. Die Polsterung bestand aus Rosshaar und Federn, bezogen mit Seide, Damast oder gestreiften Stoffen. Neben Kanapees für Garnituren entstanden Récamièren und Ruhebetten. In Wien fertigten Tischler und Tapezierer Kanapees in Kirsche, Nuss und Mahagoni, oft mit ebonisierten oder vergoldeten Applikationen und geschnitzten Schwanenhälsen.
Bewertet werden Form, Holz, Proportionen, Zustand des Gestells und Vollständigkeit; Kanapees mit passenden Sesseln werden höher bewertet als Einzelstücke. Durchgesessene Polster und abgenutzte Bezüge sind üblich, eine Neupolsterung mit traditionellen Materialien ist möglich. Furnierschäden an der Zarge und gebrochene Füße mindern. Lange Kanapees sind schwerer zu platzieren als kurze Zweisitzer. Originale Bezugsstoffe sind selten erhalten und erhöhen den Wert. Fotos ohne Polsterauflagen zeigen Gestell und Furnier.
Woran man es erkennt
- Furnierte Zarge
- Säbel- und Kugelfüße
- Passende Sessel
- Originale Bezugsstoffe
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