Jugendstil-Fauteuil
Armlehnsessel des Wiener und internationalen Jugendstils, vom Kubus-Fauteuil Hoffmanns bis zu floralen Modellen.
Um 1900 erhielt der Fauteuil neue Formen. Josef Hoffmann entwarf 1910 den Kubus-Fauteuil mit würfelförmigem, gepolstertem Körper, Koloman Moser Armlehnsessel für das Sanatorium Purkersdorf, Otto Wagner Fauteuils für die Postsparkasse. Wiener Firmen wie Portois & Fix, Jacob & Josef Kohn und Gebrüder Thonet führten Modelle in Holz und Bugholz aus. Daneben entstanden Fauteuils im floralen Jugendstil mit geschwungenen Linien, Schnitzereien und Blütenmotiven nach französischem und belgischem Vorbild. Viele Jugendstilfauteuils wurden später neu bezogen.
Ausschlaggebend sind Entwerfer, Hersteller, Modell, Originalzustand und Erhaltung. Fauteuils nach Hoffmann, Moser und Wagner aus der Entstehungszeit sind gesucht, Neuauflagen wie der Kubus-Fauteuil von Wittmann seit den 1970er-Jahren haben einen eigenen Markt. Originale Bezüge und Polsterungen sind selten erhalten und erhöhen den Wert. Gebrochene Gestelle und starke Abnutzung mindern. Stilmöbel im Jugendstil ohne Entwerfer werden nach Qualität eingestuft. Paare werden höher bewertet als Einzelstücke.
Woran man es erkennt
- Kubus-Fauteuil
- Purkersdorf und Postsparkasse
- Neuauflagen von Wittmann
- Florale Modelle
Künstler & Entwerfer
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