Otto Prutscher im 5. Bezirk, 1050 Wien
Otto Prutscher in Margareten: der Heinehof in der Stöbergasse
1925 baute der Hoffmann-Schüler Prutscher in der Stöbergasse den Heinehof – Professor für Kunstgewerbe und Gemeindebau-Architekt in einer Person.
Otto Prutscher, Sohn eines Tischlermeisters und Schüler Josef Hoffmanns, lehrte ab 1909 an der Kunstgewerbeschule und entwarf Gläser, Möbel, Schmuck und Silber. Für die Gemeinde Wien plante er daneben Wohnbauten, darunter 1925 den Heinehof in der Stöbergasse. In Margareten baute die Stadt nach 1919 dicht: Am Gürtel reihten sich ihre Höfe vom Metzleinstaler Hof bis zu Hubert Gessners Reumannhof, dazwischen blieben Gründerzeithäuser mit Hinterhofwerkstätten. Auf der Kunstschau 1908 hatte Prutscher einen eigenen Raum gestaltet; 1939 wurde er zwangspensioniert.
Prutschers Gläser sind sein bekanntestes Erbe: Kelchgläser mit farbigem Überfang und hohem, geschliffenem Stiel, ausgeführt von böhmischen Hütten und über Wiener Glashändler verkauft. Originale zeigen präzisen Schliff, satte Überfangfarben und einen abgeschliffenen Abriss; Nachahmungen sind häufig, oft mit gröberem Schliff. Möbel, Silber und Schmuck nach seinen Entwürfen prüfen wir auf Marken und Ausführung. In Margaretner Wohnungen mit Hausrat aus mehreren Generationen können solche Gläser in Kredenzen stehen.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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