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Antike Möbel

Schubladkasten

Kommoden mit drei oder vier Schubladen vom Barock über die josephinische Zeit bis zum Biedermeier, im Wiener Sprachgebrauch Schubladkasten genannt.

Der Schubladkasten, die Kommode, ist das vielseitigste Kastenmöbel. Barocke Schubladkästen haben geschweifte Fronten und Nussmaserfurnier mit Bandelwerk-Intarsien, josephinische Stücke um 1780 bis 1800 gerade Fronten mit Intarsienbändern, Mäandern und Medaillons, Biedermeier-Schubladkästen schlichte Furnierflächen in Kirsche oder Nuss mit ebonisierten Säulen und Halbsäulen. Die oberste Schublade ist im Biedermeier oft vorkragend. Schubladkästen standen in Schlafzimmern, Salons und Vorzimmern und wurden häufig paarweise gefertigt. Wiener Schubladkästen haben meist einen Korpus aus Fichte, auf den das Furnier aufgeleimt ist, und Schubladen mit handgeschnittenen Zinken. Häufig sind eine profilierte Platte und kurze Spitz-, Kugel- oder Brettfüße.

Bewertet werden Epoche, Holz, Proportionen, Originalzustand und Erhaltung. Originale Schlösser, Schlüssel und Beschläge, intakte Schubladenführungen und eine gepflegte Politur erhöhen den Wert. Spätere Platten, ersetzte Füße und abgeplatzte Furniere mindern. Paare sind besonders gesucht. Stilkopien im Barock- oder Biedermeierstil aus dem 20. Jahrhundert sind häufig und an Konstruktion und Oberfläche zu erkennen. Fotos einer herausgezogenen Schublade mit Zinken helfen bei der Datierung.

Woran man es erkennt

  • Vorkragende oberste Lade
  • Josephinische Intarsien
  • Paare
  • Zinken der Schubladen

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.