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Skulpturen & Plastiken im 5. Bezirk, 1050 Wien

Plastik aus Margareten: Gürtelhöfe, Hinterhöfe, Wotruba-Relief

Zwischen Reumannhof und Reinprechtsdorfer Straße, wo Fritz Wotruba 1953 ein Relief schuf, kommen vor allem Kleinplastik und Figuren der Nachkriegszeit zum Vorschein.

Die Wohnungen in Margareten sind klein bis mittelgroß; Plastik steht hier selten auf Postamenten, sondern auf Kredenzen, Fensterbänken und in Vitrinen. Typisch sind keramische Kleinplastik der Zwischen- und Nachkriegszeit, Tierfiguren aus Bronze und Holz, Heiligenfiguren aus Familienbesitz und Gipsabgüsse. In den Hinterhöfen des Siebenbrunnenviertels und um den Margaretenplatz arbeiteten früher Werkstätten; aus ihrem Umfeld können Werkstattmodelle und Formen stammen, die bei Auflösungen zwischen Werkzeug und Hausrat liegen.

Das Relief, das Fritz Wotruba 1953 für die Reinprechtsdorfer Straße schuf, fällt in jenes Jahrzehnt, in dem Gemeinde- und Genossenschaftsbauten die Bombenlücken des Bezirks schlossen und Sgraffiti und Mosaiken erhielten. Figürliche wie abstrakte Plastik dieser Wiederaufbaujahre bildet heute ein Sammelgebiet für sich. Das Matzleinsdorfer Hochhaus markiert dieselbe Epoche am Gürtel. Älter sind die Gürtelhöfe der 1920er-Jahre, darunter Hubert Gessners Reumannhof mit monumentalem Mittelbau und der Metzleinstaler Hof, den Robert Kalesa ab 1919 plante.

Kellerabteile in den Gemeindebauten bewahren oft Kisten, in denen Figuren in Zeitungspapier eingewickelt liegen; packen Sie sie für Fotos aus und legen Sie abgebrochene Teile dazu. Bei Gipsfiguren reicht uns meist ein Bild, bei Bronzen brauchen wir Unterseite und Signatur. Die Zinshäuser haben vier bis fünf Geschoße, nicht immer mit Lift; den Abtransport schwerer Stücke planen wir deshalb bei der Besichtigung, die nichts kostet.

Was in Margareten häufig auftaucht

  • Keramische Kleinplastik der 1920er- bis 1950er-Jahre – Erstausstattung der Gemeindewohnungen
  • Plastik der Nachkriegsmoderne – Wiederaufbaujahre, Wotruba-Relief in der Reinprechtsdorfer Straße
  • Werkstattmodelle und Formen – ehemalige Gewerbebetriebe in den Hinterhöfen

Mit Bezug zu Margareten

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 5. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 5. Bezirk.

Künstler

159

Manufakturen & Marken

9

Epochen & Stile

41

Materialien, Techniken & Punzen

18

Fragen zu Skulpturen & Plastiken

Wie unterscheide ich Bronze von Zinkguss?

Zinkguss ist leichter und klingt beim Anklopfen dumpf, Bronze ist schwerer und heller im Klang. An Kratzern zeigt Zinkguss ein grausilbriges Metall, Bronze ein goldbraunes. Ein Magnet hilft nicht, da beide nicht magnetisch sind.

Soll ich eine Holzfigur reinigen oder neu fassen lassen?

Nein. Die originale Fassung ist auch mit Abrieb und Fehlstellen ein wichtiger Wertfaktor. Reinigungen und Überfassungen können sie unwiederbringlich zerstören.

Was bedeutet ein Gießerstempel?

Gießereien wie die k. k. Kunst-Erzgießerei in Wien oder Pariser Häuser wie Barbedienne kennzeichneten ihre Güsse mit Stempeln. Sie belegen Herkunft und Qualität des Gusses und helfen, autorisierte Güsse von Nachgüssen zu unterscheiden.

Kaufen Sie auch große Gartenfiguren?

Ja, wenn Material, Alter und Ausführung stimmen. Sandsteinfiguren des 18. und 19. Jahrhunderts, Steinguss und Bleifiguren werden nach Besichtigung bewertet; Abbau und Transport werden vorab geplant.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.