Zinn, Kupfer, Messing & Eisenkunst im 5. Bezirk, 1050 Wien
Kupfer, Messing und Eisengerät mit Sammlerwert aus Margareten
Gerber, Färber, Brauereien und Hinterhofwerkstätten prägten Margareten – entsprechend oft tauchen Kupferkessel, Werkzeug und Messinggerät in Margaretner Kellern auf.
Dicht stehende Gründerzeithäuser zwischen Wienzeile und Gürtel, viele mit ehemals kleinen Wohnungen, und die Gemeindebauten am Margaretengürtel bilden den Bestand; Familien leben hier oft seit Jahrzehnten am selben Ort. In Küchen und Kellerabteilen finden sich Kupferkessel, Wärmpfannen und Kasserollen, Mörser aus Messing, Bügeleisen und Kohlenkästen aus Eisen, auf Kredenzen getriebene Kupferteller und Messingschalen der 1950er-Jahre. Werkstattreste aus Hinterhöfen – Schraubstöcke, Schlösser, Beschläge – lagern oft noch im Keller.
Margareten war ein Gewerbebezirk: Färbereien und Gerbereien nutzten das Wasser des Wienflusses, in den Höfen arbeiteten Schlosser, Spengler und Tischler, dazu kamen Brauereien und Wäschereien. Am Wienfluss steht Oskar Marmoreks Rüdigerhof von 1902, ein Jugendstilbau mit Erkern und Balkonen. Am Gürtel baute die Gemeinde ab 1919 den Metzleinstaler Hof, später den Reumannhof, in deren Wohnungen Hausrat der Zwischen- und Nachkriegszeit steht. Der Flohmarkt an der Kettenbrückengasse grenzt an den Bezirk.
Kupfer hat neben dem Materialwert oft einen Sammlerwert – verzinnte Kochtöpfe mit Schmiedegriffen, Fischkessel oder Gugelhupfformen mit Marke zählen mehr als das Gewicht. Grünspan und Ruß bitte nicht entfernen. In Gemeindebauten wie dem Matteottihof brauchen wir Stiegennummer und Stockwerk, schwere Stücke holen wir aus dem Keller. Ein Foto pro Gruppe reicht für die Ersteinschätzung.
Was in Margareten häufig auftaucht
- Kupferkessel, Kasserollen und Wärmpfannen – Küchen und Kellerabteile in Zinshäusern.
- Getriebene Kupferteller und Messingschalen der 1950er-Jahre – Wohnungsschmuck in Gemeindebauten.
- Schlösser, Beschläge und Werkstattgerät aus Eisen – Erbe der Hinterhofwerkstätten.
Mit Bezug zu Margareten
Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 5. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.
Objektgruppen
- Zunft- und Schleifkannen
- Zinnteller und Zinngeschirr
- Edelzinn mit Reliefdekor
- Jugendstil-Zinn
- Zinn des Art déco und der Moderne
- Kupferkochgeschirr und Wärmpfannen
- Mörser
- Beckenschlägerschüsseln
- Leuchter aus Messing, Zinn und Eisen
- Messinggerät der Wiener Moderne
- Stilisierte Figuren aus Messing und Holz
- Tafelgerät aus Alpacca
- Figuren und Gerät aus Eisenkunstguss
- Schmiedeeiserne Gitter und Beschläge
- Wirtshaus- und Zunftschilder aus Schmiedeeisen
- Schlösser und Schlüssel
- Eisentruhen und Kassetten
- Stahlschnittarbeiten
- Grapen, Glocken und Bronzegerät
- Samoware
- Figuren aus Zinkguss und Galvanoplastik
- Ofen- und Kamingerät aus Eisen
- Orientalische Metallarbeiten
Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien
Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 5. Bezirk.
Künstler
16
- Joseph Maria Olbrich1867–1908
- Emanuel Josef Margold1888–1962
- Walter Bosse1904–1979
- Carl Auböck1900–1957 (Carl Auböck II), 1924–1993 (Carl Auböck III)
- Carl Hagenauer1872–1928
- Karl Hagenauer1898–1956
- Franz Hagenauer1906–1986
- Josef Hoffmann1870–1956
- Josef Frank1885–1967
- Michael Blümelhuber1865–1936
- Johann Martin Fischer1740–1820
- Peter Behrens1868–1940
- Franz Bergman1861–1936
- Georg Raphael Donner1693–1741
- Franz Xaver Messerschmidt1736–1783
- Balthasar Ferdinand Moll1717–1785
Manufakturen & Marken
17
- Wiener Werkstätte1903–1932
- Werkstätte Hagenauer1898–1987
- Werkstätte Carl Auböckseit 1912
- Berndorfer Metallwarenfabrikseit 1843
- Argentor-Werkeum 1900 bis Zwischenkriegszeit
- WMFseit 1853
- Elkingtonum 1830 bis 1960er-Jahre
- Orivitum 1894 bis um 1905, danach bei WMF
- Kayserzinnum 1885 bis um 1930
- Osirisum 1899 bis um 1914
- Liberty & Co.seit 1875
- Svenskt Tennseit 1924
- Alessiseit 1921
- Japy Frèresab 1777
- Wiener Bronzewaren-Herstellerum 1860 bis 1930er-Jahre
- Werkstätte Franz Bergmanzweite Hälfte 19. Jahrhundert bis 1930er-Jahre
- Werkstatt Carl Kaubaum 1890 bis 1920er-Jahre
Epochen & Stile
22
- Gotikum 1230–1500
- Renaissanceum 1420–1600 (nördlich der Alpen ab etwa 1500)
- Frühbarockum 1600–1680
- Neorenaissanceum 1860–1895
- Gründerzeitum 1850–1914 (Gründerjahre 1867–1873)
- Floraler Jugendstilum 1895–1905
- Geometrischer Jugendstilum 1900–1915
- Stil der Wiener Werkstätte1903–1932
- Fünfzigerjahre-Designum 1948–1962
- Alpenländischer Stil17.–19. Jahrhundert
- Arts and Craftsum 1860–1910
- Bauhaus1919–1933
- Brutalismusum 1950–1980
- Heimatstilum 1905–1960
- Meiji-Zeit1868–1912
- Ming-Dynastie1368–1644
- Neogotikum 1840–1900
- Qing-Dynastie1644–1911
- Romanikum 1000–1250
- Russische Ikonenmalereium 1100–1917
- Volkskunst17.–20. Jahrhundert
- Wiener Wohnkultur der Zwischenkriegszeitum 1919–1938
Fragen zu Zinn, Kupfer, Messing & Eisenkunst
Sind Zinkgussfiguren etwas wert?
Figuren aus Zinkguss des 19. Jahrhunderts haben einen kleineren Markt als Bronzen, sind aber in guter Qualität und mit originaler Patinierung gefragt. Bruchstellen lassen sich schwer reparieren und mindern den Wert stärker als bei Bronze.
Hat altes Zinn noch einen Wert?
Gemarktes Zinn des 17. bis 19. Jahrhunderts, Zunftkannen, Edelzinn und Jugendstilzinn sind gesucht. Zinnteller und Krüge aus Souvenirproduktion des 20. Jahrhunderts haben dagegen meist nur geringen Wert. Fotos der Marken ermöglichen eine schnelle Unterscheidung.
Soll ich Messing und Kupfer vor dem Verkauf putzen?
Bitte nicht. Die Patina gehört zum Objekt, und Putzmittel hinterlassen Schlieren, Kratzer und abgeriebene Details. Sammler bevorzugen ungeputzte Stücke.
Woran erkenne ich eine echte Hagenauer-Figur?
An der Qualität der Ausführung, der Proportion und der Patina zusammen mit der eingeschlagenen Marke wHw. Fälschungen sind häufig grober, leichter und mit einer nachträglich eingeschlagenen Marke versehen. Fotos von Marke, Unterseite und Gesamtansicht reichen für eine erste Einschätzung.
Zinn, Kupfer, Messing & Eisenkunst in den Nachbarbezirken
Weitere Sparten in Margareten
- Alte Meister
- Gemälde des 19. Jahrhunderts
- Klassische Moderne
- Zeitgenössische Kunst
- Gemälde & Ölbilder
- Grafik, Zeichnungen & Aquarelle
- Fotografie
- Skulpturen & Plastiken
- Wiener Bronzen
- Jugendstil & Wiener Werkstätte
- Design des 20. Jahrhunderts
- Antike Möbel
- Glas & Kristall
- Porzellan
- Keramik, Majolika & Fayence
- Silber & Tafelsilber
- Gold & Altgold
- Schmuck & Juwelen
- Armbanduhren
- Taschenuhren
- Pendel-, Stand- & Tischuhren
- Teppiche
- Textilien, Stickerei & Spitze
- Lampen, Luster & Leuchter
- Bücher & Antiquariat
- Autographen, Handschriften & Dokumente
- Ansichtskarten & Ephemera
- Münzen & Medaillen
- Banknoten & Papiergeld
- Briefmarken
- Militaria, Orden & Uniformen
- Historische Blankwaffen & Rüstungen
- Spielzeug, Puppen & Modellbahnen
- Asiatika
- Ikonen & sakrale Kunst
- Volkskunst & Krippen
- Tribal Art & außereuropäische Kunst
- Wissenschaftliche Instrumente & Globen
- Musikinstrumente
- Grammophone, Radios, Kameras & Technik
- Dosen, Miniaturen & Objets de vertu
- Schreibgeräte, Feuerzeuge & Raucherbedarf
- Vintage-Mode, Handtaschen & Accessoires
- Klassische Fahrzeuge
- Altwaren & Hausrat mit Sammlerwert
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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