Spieltisch
Klapptische für Karten, Schach und Brettspiele mit Tuchbezug und Intarsien aus Barock, Biedermeier und Gründerzeit.
Spieltische hatten in Wien einen festen Platz, denn Tarock, Whist und Schach wurden in Salons und Kaffeehäusern leidenschaftlich gespielt. Typisch ist eine aufklappbare Platte, die geschlossen ein Wandtischchen bildet und geöffnet eine Spielfläche mit grünem Tuch oder Filz freigibt. Manche Tische haben eingelegte Schachbretter, Mulden für Spielmarken, Leuchterplätze oder versenkbare Fächer. Barocke Spieltische sind mit Intarsien verziert, Biedermeier-Spieltische mit schlichten Furnieren, Gründerzeitstücke mit Schnitzereien. Kleine Formate passen gut in heutige Wohnungen.
Beurteilt werden Epoche, Holz, Mechanik sowie der Zustand von Bezug und Intarsien. Funktionierende Klappmechanismen und originale Bezüge sind wichtig, ein erneuertes Tuch mindert kaum. Risse in der Platte, abgeplatzte Furniere und fehlende Scharniere mindern. Spieltische mit Schachbrett-Intarsien und Fächern für Spielsteine sind besonders gefragt, Paare sind selten. Stilkopien sind an Konstruktion und Furnier erkennbar. Für die Ersteinschätzung sind Bilder mit offener und geschlossener Platte nützlich.
Woran man es erkennt
- Klappbare Platte
- Grünes Tuch
- Schachbrett-Intarsien
- Funktionierende Scharniere
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