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Volkskunst & Krippen im 5. Bezirk, 1050 Wien

Heiligenbilder und Papierkrippen aus Margaretner Gemeindebauten

Zinshäuser zwischen Wienzeile und Gürtel, Gemeindebauten des Roten Wien und der Naschmarkt-Flohmarkt nebenan: Volkskunst aus Arbeiter- und Handwerkerfamilien.

Gewerbe und Kleinindustrie prägten Margareten im 19. Jahrhundert: Hinterhofwerkstätten, Färbereien und Gerbereien entlang des Wienflusses. Wie in anderen Arbeiterbezirken stammten zahlreiche Familien aus Böhmen und Mähren und brachten Heiligenbilder, Wallfahrtsandenken, bemalte Gläser und Bauernkeramik mit. In den kleinen Gründerzeitwohnungen und den Gemeindebauten der Zwischen- und Nachkriegszeit blieben solche Stücke oft jahrzehntelang an der Wand; in Kellerabteilen lagern Papierkrippen, Krippenfiguren aus Holz oder Masse und Christbaumschmuck.

Die Wohnhausanlagen am Margaretengürtel – Reumannhof, Metzleinstaler Hof, Matteottihof und Julius-Popp-Hof – trugen den Beinamen „Ringstraße des Proletariats“. Älter sind die Pfarrkirche St. Josef zu Margareten aus dem 18. Jahrhundert und das Schlossquadrat am Margaretenplatz, Rest des alten Schlossbezirks. Der Flohmarkt am Naschmarkt bei der Kettenbrückengasse liegt unmittelbar an der Bezirksgrenze; dort wechseln Krippen, Hinterglasbilder und Bauernkeramik jeden Samstag den Besitzer.

Bei Papierkrippen und Heiligenbildern ist Massenware häufig, gedruckte Krippenbögen des 19. Jahrhunderts und handgemalte Hinterglasbilder sind dagegen gesucht. Fotografieren Sie Bilder samt Rückseite und Rahmen. Weihnachtskisten aus dem Kellerabteil gehen wir bei der kostenlosen Besichtigung Stück für Stück durch und legen beiseite, was Sammlerwert hat. Den Rest behalten Sie oder geben ihn auf Wunsch an unsere Wiener Schwesterseite für die Räumung.

Was in Margareten häufig auftaucht

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 5. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

7

Materialien, Techniken & Punzen

24

Fragen zu Volkskunst & Krippen

Was ist mit Votivtafeln aus einer aufgelassenen Kapelle?

Votivtafeln gehören in der Regel der Kirche oder dem Eigentümer der Kapelle. Wir übernehmen sie nur, wenn der rechtmäßige Besitz belegt ist, etwa bei einer Hauskapelle in Familienbesitz. Bitte klären Sie das vorab mit der Pfarre.

Lohnt die Bewertung einzelner Model oder Spanschachteln?

Ja. Lebzeltmodel mit fein geschnittenen Motiven und bemalte Brautschachteln haben eigene Sammler. Größere Sätze bewerten wir gemeinsam.

Kaufen Sie Trachten?

Historische Trachtenteile wie Goldhauben, Riegelhauben, Mieder mit Silberschnürung und bestickte Seidentücher übernehmen wir gern. Moderne Dirndl und Trachtenanzüge haben meist keinen Sammlerwert.

Wie erkenne ich eine alte Perchtenmaske?

Alte Masken zeigen innen Schweißspuren, abgegriffene Stellen und ausgerissene Befestigungslöcher, außen mehrere Farbschichten. Touristenmasken sind innen sauber, gleichmäßig geschnitzt und oft künstlich gealtert. Fotos der Innenseite sind daher wichtig.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.