Manufaktur: Porzellan
Arzberg
Arzberg (Oberfranken), seit 1887
Oberfränkische Porzellanfabrik, 1887 gegründet; Form 1382 von Hermann Gretsch aus dem Jahr 1931 wurde zum Klassiker des Werkbund-Geschirrs.
Die Porzellanfabrik im oberfränkischen Arzberg nahe der böhmischen Grenze nahm 1887 den Betrieb auf und gehörte später zu einer Gruppe mehrerer Fabriken der Region, die mit Gebrauchsgeschirr den deutschen und internationalen Markt belieferten. In der Zwischenkriegszeit setzte das Unternehmen auf schlichte, funktionale Formen im Sinne des Deutschen Werkbunds. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte Arzberg diese Linie fort; die Marke wurde später Teil größerer Porzellankonzerne.
Hermann Gretsch entwarf 1931 das Service Form 1382, ein unverziertes Kaffee- und Speisegeschirr mit klaren, leicht gerundeten Formen, das auf der Mailänder Triennale 1936 eine Goldmedaille erhielt und über Jahrzehnte produziert wurde. Heinrich Löffelhardt setzte die Linie in den 1950er-Jahren mit weiteren Formen der Nachkriegsmoderne fort, darunter Form 2000. Neben weißem Porzellan erschienen Dekore mit farbigen Rändern und sparsamen Mustern. Das Service steht in Designsammlungen in Deutschland und Österreich.
Die Marke zeigt den Schriftzug „Arzberg“ in verschiedenen Ausführungen, häufig mit Formnummer wie „1382“ und dem Zusatz „Germany“ oder „Bavaria“. Weil Form 1382 bis in die jüngere Zeit gefertigt wurde, unterscheiden Markenvariante, Dekor und Gebrauchsspuren Vorkriegsstücke von späteren. Vollständige Service mit Kanne, Zuckerdose und Milchkännchen sind gesuchter als Einzelteile. Abgeschlagene Deckelknäufe sind ein häufiger Schaden. Auch Hotelausführungen der Form existieren.
Entwerfer & Personen
- Hermann Gretsch
- Heinrich Löffelhardt
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Ebenfalls: Porzellan
- Bing & Grøndahl1853–1987, danach Teil von Royal Copenhagen
- Capodimonte1743–1759, Nachfolge 1771–1806
- Carl Thieme Potschappelseit 1872
- Elbogenseit 1815
- EPIAG1918/1920–1945
- Ernst Wahlissum 1863–1920er-Jahre
- Frankenthal1755–1800
- Fraureuth1866–1926
- Fürstenbergseit 1747
- Ginoriseit 1737
- Goebelseit 1871
- Haas & Czjzek19. Jahrhundert bis 1945, Marke später wieder aufgenommen
- Havilandseit 1842
- Herendseit 1826
- Gebrüder Heubachseit 1840 (Firmenname), bis Mitte 20. Jahrhundert
- Höchst1746–1796, Neugründung 1946
- Hutschenreutherseit 1814
- Josef Böck19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Klösterleseit 1794
- KPM Berlinseit 1763
- Lilien Porzellan20. Jahrhundert
- Lladróseit 1953
- Ludwigsburg1758–1824, Neugründung 1948
- Meissenseit 1710
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