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Textilien, Stickerei & Spitze im 20. Bezirk, 1200 Wien

Textilien aus der Brigittenau: Vereinsfahnen und Gemeindebauwäsche

Sport- und Arbeitervereine der Zwischenkriegszeit, der Brigittenauer Kirchtag und große Gemeindebauten an der Stromstraße hinterlassen Fahnen, Schärpen und Haushaltswäsche.

Im Friedrich-Engels-Platz-Hof, im Winarskyhof und im Otto-Haas-Hof wohnen oft seit Jahrzehnten dieselben Familien; ihre Wäschekästen enthalten Aussteuer, Häkeldecken und Kreuzstichpolster aus mehreren Generationen. In den Kellerabteilen liegen Kisten mit Vorhängen, Bettzeug und Kleidung, die beim letzten Umzug dort abgestellt wurden. Wer bei Bahn, Hafen oder in den Lagerhäusern am Handelskai gearbeitet hat, hinterließ mitunter Uniformteile, Arbeitskleidung und gestickte Abzeichen der Betriebsvereine.

Am Winarskyhof (1924–1926) bauten Josef Hoffmann und Josef Frank je einen Teil, zwei Architekten, deren Namen auch in der Textilgeschichte stehen: Hoffmann mit Stoffen für Backhausen und die Wiener Werkstätte, Frank mit seinen Drucken für Haus & Garten. Um die Brigittakapelle von 1651 entwickelte sich der Brigittenauer Kirchtag, auf dessen Darstellungen in der Grafik des 18. und 19. Jahrhunderts sich Festkleidung jener Zeit studieren lässt.

Fahnen von Vereinen, die nicht mehr bestehen, übernehmen wir mit einem Nachweis, wie sie in Familienbesitz kamen, etwa einem Brief oder Protokoll; Fahnen mit NS-Symbolik kaufen wir nicht. Fotografieren Sie Stickerei, Fahnenbänder und Fransen. Zur kostenlosen Besichtigung in den Höfen an der Stromstraße gehört das Kellerabteil, wo Textilkisten oft lagern.

Was in Brigittenau häufig auftaucht

  • Vereinsfahnen, Schärpen und Fahnenbänder – Sport- und Arbeitervereine der Gemeindebauten
  • Aussteuer, Häkel- und Kreuzsticharbeiten – Gemeindewohnungen, die seit Jahrzehnten in einer Familie sind

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 20. Bezirk.

Künstler

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Manufakturen & Marken

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Epochen & Stile

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Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Textilien, Stickerei & Spitze

Woran erkenne ich handgeklöppelte Spitze?

Mit einer Lupe sieht man verflochtene Fadenpaare und kleine Unregelmäßigkeiten. Maschinenspitze ist völlig gleichmäßig und hat oft einen Tüllgrund aus sechseckigen Maschen.

Kaufen Sie auch einfache Bettwäsche und Tischtücher?

Ja, im Konvolut. Leinenwäsche mit Handstickerei, Damastsätze in voller Zahl und Aussteuerwäsche in gutem Zustand bewerten wir einzeln, einfache Baumwollwäsche gemeinsam.

Was ist Wiener Petit Point?

Eine sehr feine Nadelmalerei im Gobelinstich auf Stramin, mit mehreren hundert Stichen pro Quadratzentimeter, oft mit Lupe ausgeführt. Typisch sind Abendtaschen mit Metallbügel, Etuis, Puderdosen und kleine Bilder mit Blumen und Figuren.

Wie erkenne ich Stoffe der Wiener Werkstätte?

Hinweise sind der Schriftzug an der Webkante, typische Muster und Farben sowie Musterbezeichnungen. Weil viele Entwürfe nachgedruckt wurden, prüfen wir Stoffqualität, Druckart und Webkante.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.