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Tribal Art & außereuropäische Kunst im 20. Bezirk, 1200 Wien

Tribal Art in der Brigittenau: Reiseandenken aus Gemeindebauten

Kellerabteile im Friedrich-Engels-Platz-Hof, Altmieterwohnungen am Wallensteinplatz und Familien vom Handelskai: In der Brigittenau finden sich Mitbringsel aus vielen Jahrzehnten.

In den Gemeindebauten der Brigittenau, deren Wohnungen seit Jahrzehnten dieselben Familien bewohnen, stehen außereuropäische Objekte meist als Reiseandenken: Holzmasken, Makonde-Figuren, Trommeln, Speere als Wanddekor, Perlenschmuck aus Kenia. Familien von Hafen- und Speditionsarbeitern am Handelskai bewahren mitunter ältere Einzelstücke, deren Weg nach Wien sich kaum noch rekonstruieren lässt. In den Kellerabteilen der großen Hofanlagen lagern Kisten, in denen Andenken aus mehreren Generationen zusammenliegen.

Die Brigittenau hat keine Sammlungsgeschichte für Stammeskunst; ihre Brücke ist der Alltag von Arbeiterfamilien, die mit dem Wohlstand der Nachkriegszeit Fernreisen unternahmen. In Winarskyhof und Otto-Haas-Hof (1924–1926), wo Behrens, Hoffmann, Loos und Schütte-Lihotzky Bauteile planten, und im Friedrich-Engels-Platz-Hof von Rudolf Perco wohnen Familien seit drei Generationen. Makonde-Schnitzerei aus Tansania und Mosambik, in den 1970er-Jahren ein beliebtes Mitbringsel, ist heute selbst ein Sammelgebiet mit Qualitätsunterschieden.

Bei Makonde-Skulpturen unterscheiden sich Werkstattware und Arbeiten bekannter Schnitzer deutlich: Ujamaa-Lebensbäume mit vielen ineinander verschlungenen Figuren und Shetani-Geistergestalten aus dichtem Schwarzholz sind gesucht, kleine Tierfiguren kaum. Fotos von allen Seiten genügen für eine erste Einschätzung. Die Besichtigung ist kostenlos; Kisten aus den Kellerabteilen der Hofanlagen tragen wir selbst. Ältere Stücke mit Gebrauchsspuren und Sammlungsnummern bewerten wir einzeln.

Was in Brigittenau häufig auftaucht

  • Makonde-Skulpturen, Ujamaa-Lebensbäume und Shetani-Figuren – Reisemitbringsel der 1970er-Jahre
  • Holzmasken, Trommeln und Perlenschmuck – Gemeindebauwohnungen mit langer Wohndauer
  • Ältere Einzelstücke – Familien von Hafen- und Speditionsarbeitern am Handelskai

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 20. Bezirk.

Künstler

4

Epochen & Stile

3

Materialien, Techniken & Punzen

7

Fragen zu Tribal Art & außereuropäische Kunst

Wir haben die Sammlung eines Missionars geerbt – wie gehen wir vor?

Lassen Sie die Sammlung beisammen und suchen Sie Briefe, Listen, Fotos und Tagebücher zusammen. Solche Unterlagen belegen Herkunft und Zeit und steigern das Interesse erheblich. Wir bewerten den Bestand vor Ort als Ganzes.

Kaufen Sie präkolumbische Keramik?

Nur wenn belegt ist, dass die Stücke vor 1970 rechtmäßig aus ihrem Ursprungsland ausgeführt wurden. Fälschungen sind in diesem Gebiet sehr häufig; Thermolumineszenz-Gutachten älterer Sammlungen helfen bei der Einschätzung.

Soll ich eine Figur reinigen oder ölen?

Bitte nicht. Die Oberfläche mit ihrer Patina und eventuellen Opferspuren ist Teil des Objekts und seines Werts. Staub lässt sich später fachgerecht entfernen.

Kaufen Sie auch moderne afrikanische Kunst?

Ja, insbesondere signierte Malerei und Skulptur des 20. Jahrhunderts, etwa aus Tansania, Mosambik, Nigeria oder dem Kongo. Für die Bewertung zählen Künstler, Entstehungszeit und Erhaltung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.