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Ikonen & sakrale Kunst im 4. Bezirk, 1040 Wien

Sakrale Kunst aus der Wieden: Karlskirche und Bürgerhaushalte

Rottmayrs Kuppelfresko und Mattiellis Figuren an der Karlskirche, Originalskulpturen vom Stephansdom im Wien Museum: Auf der Wieden liegen Barock und Gotik nah beisammen.

In den großen Gründerzeitwohnungen an Argentinierstraße und Prinz-Eugen-Straße hingen in Schlafzimmern und Salons Andachtsbilder, Hausaltärchen und Kruzifixe, oft in Goldrahmen des späten 19. Jahrhunderts. Das Botschaftsviertel bringt zudem Ikonen aus Russland, Griechenland und vom Balkan in den Bezirk. Bei Verlassenschaften liegen solche Stücke häufig im früheren Dienstbotenzimmer neben Lustern und Bilderrahmen, in den Biedermeierhäusern der Mühlgasse eher in Kommoden und Wäschekästen.

Zwei Generationen Fischer von Erlach bauten an der Karlskirche, der Vater ab 1716, der Sohn bis 1737; Johann Michael Rottmayr malte 1725–1730 das Kuppelfresko, Lorenzo Mattielli schuf Giebelfigur, Attikafiguren und Engel. Im Wien Museum am Karlsplatz stehen Originalskulpturen vom Stephansdom, an denen sich gotische Steinbildwerke studieren lassen. Am St.-Elisabeth-Platz steht mit der Elisabethkirche ein neugotischer Bau der 1860er-Jahre, die Paulanerkirche gehört zur barocken Schicht des Bezirks.

Andachtsbildchen, Spitzenbilder und Rosenkränze landen oft achtlos in Kisten; bevor sie auf dem Samstagsflohmarkt bei der Kettenbrückengasse angeboten werden, lohnt ein Blick, denn handgeschnittene Spitzenbilder des 18. Jahrhunderts sind gesucht. Fotografieren Sie Ikonen von vorne und hinten. Zur kostenlosen Besichtigung gehört auch der Blick ins frühere Dienstbotenzimmer und ins Dachbodenabteil.

Was in Wieden häufig auftaucht

  • Hausaltärchen, Andachtsbilder und Kruzifixe – großbürgerliche Wohnungen an Argentinierstraße und Prinz-Eugen-Straße
  • Ikonen aus Russland, Griechenland und vom Balkan – Botschaftsviertel um die Argentinierstraße
  • Spitzenbilder und Andachtsbildchen – Biedermeierhäuser in Mühlgasse und Paulanergasse

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 4. Bezirk.

Künstler

35

Epochen & Stile

12

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Ikonen & sakrale Kunst

Haben gedruckte Ikonen einen Wert?

Einen bescheidenen, der vor allem vom Beschlag abhängt. Druckikonen mit Silber- oder Emailoklad sind gefragt, Druckikonen mit Messingrahmen deutlich weniger. Auf Fotos lässt sich der Unterschied meist erkennen.

Wie gehen Sie mit Judaica um?

Mit besonderer Sorgfalt bei der Herkunft. Viele jüdische Familien in Wien wurden ab 1938 beraubt; deshalb fragen wir nach Erwerbsgeschichte und Familienunterlagen und prüfen öffentlich zugängliche Verlustdatenbanken. Gut dokumentierte Stücke übernehmen wir gern.

Können geweihte Gegenstände wie Kelche verkauft werden?

Kelche, Monstranzen und andere liturgische Geräte aus Privatbesitz können verkauft werden, wenn ihre Herkunft geklärt ist. Ausgenommen sind Reliquien, deren Verkauf das Kirchenrecht untersagt. Bei Klosterarbeiten mit Reliquienpartikeln besprechen wir den Umgang im Einzelfall.

Kaufen Sie auch neu gemalte Ikonen?

Zeitgenössische Ikonen aus Griechenland, Russland oder Rumänien haben meist einen kleinen Markt. Wir sehen sie uns an, vor allem wenn sie signiert sind oder in einem größeren Bestand mitkommen.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.