Zinn, Kupfer, Messing & Eisenkunst im 4. Bezirk, 1040 Wien
Metallkunst verkaufen auf der Wieden – Werkstätte, Makart, Naschmarkt
Makarts Atelier in der Gußhausstraße und die ersten Räume der Wiener Werkstätte in der Heumühlgasse lagen auf der Wieden – ebenso viel Messing, Zinn und Kupfer in großen Altbauwohnungen.
Große Gründerzeitwohnungen an Argentinierstraße und Prinz-Eugen-Straße, oft mit Dienstbotenzimmer, beherbergten Salons des Historismus mit Leuchtern, Prunkgeschirr aus Zinn und Messing, Kamingerät und Schreibtischgarnituren. In den Küchen hing Kupfergeschirr, in Dachbodenabteilen stehen heute Kisten mit Mörsern, Kasserollen und Wärmpfannen. Biedermeierhäuser in Mühlgasse und Paulanergasse bewahren kleinere Bestände, etwa Leuchter aus Messing und Eisenkunstguss. Im Freihausviertel, nach 1945 großteils neu bebaut, überwiegen Stücke der Nachkriegszeit.
Bevor sie im Herbst in die Neustiftgasse übersiedelte, arbeitete die Wiener Werkstätte ab Mai 1903 in Räumen in der Heumühlgasse. Hans Makarts Atelier in der Gußhausstraße, voller Waffen, Teppiche und Antiquitäten, machte das Sammeln alter Metallarbeiten zur Mode des Bürgertums. Gotische Originalskulpturen vom Stephansdom stehen heute im Wien Museum am Karlsplatz, die neugotische Elisabethkirche am St.-Elisabeth-Platz entstand in den 1860er-Jahren. Am Flohmarkt bei der Kettenbrückengasse bieten Händler samstags Hausrat an, Metallgerät eingeschlossen.
Makartzeitliches Prunkgerät aus Zinn oder versilbertem Metall ist oft groß und leichter, als es aussieht; Gussfiguren aus Zink tragen gern eine Bronzepatina, sind aber leichter als Bronze und zeigen an Bestoßungen graues Metall. Fotografieren Sie Bestoßungen und Marken. Arbeiten der frühen Wiener Werkstätte prüfen wir auf Punzen und Monogramme. Für die Besichtigung zahlen Sie nichts, den Kaufpreis erhalten Sie bar oder überwiesen.
Was in Wieden häufig auftaucht
- Prunkgerät des Historismus aus Zinn, Messing und Zinkguss – großbürgerliche Salons der Gründerzeit.
- Kupfergeschirr, Mörser und Wärmpfannen – Küchen und Dachbodenabteile großer Altbauwohnungen.
- Frühe Arbeiten der Wiener Werkstätte – Beginn 1903 in der Heumühlgasse.
Mit Bezug zu Wieden
Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 4. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.
Objektgruppen
- Zunft- und Schleifkannen
- Zinnteller und Zinngeschirr
- Edelzinn mit Reliefdekor
- Jugendstil-Zinn
- Zinn des Art déco und der Moderne
- Kupferkochgeschirr und Wärmpfannen
- Mörser
- Beckenschlägerschüsseln
- Leuchter aus Messing, Zinn und Eisen
- Messinggerät der Wiener Moderne
- Stilisierte Figuren aus Messing und Holz
- Tafelgerät aus Alpacca
- Figuren und Gerät aus Eisenkunstguss
- Schmiedeeiserne Gitter und Beschläge
- Wirtshaus- und Zunftschilder aus Schmiedeeisen
- Schlösser und Schlüssel
- Eisentruhen und Kassetten
- Stahlschnittarbeiten
- Grapen, Glocken und Bronzegerät
- Samoware
- Figuren aus Zinkguss und Galvanoplastik
- Ofen- und Kamingerät aus Eisen
- Orientalische Metallarbeiten
Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien
Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 4. Bezirk.
Künstler
16
- Joseph Maria Olbrich1867–1908
- Emanuel Josef Margold1888–1962
- Walter Bosse1904–1979
- Carl Auböck1900–1957 (Carl Auböck II), 1924–1993 (Carl Auböck III)
- Carl Hagenauer1872–1928
- Karl Hagenauer1898–1956
- Franz Hagenauer1906–1986
- Josef Hoffmann1870–1956
- Josef Frank1885–1967
- Michael Blümelhuber1865–1936
- Johann Martin Fischer1740–1820
- Peter Behrens1868–1940
- Franz Bergman1861–1936
- Georg Raphael Donner1693–1741
- Franz Xaver Messerschmidt1736–1783
- Balthasar Ferdinand Moll1717–1785
Manufakturen & Marken
17
- Wiener Werkstätte1903–1932
- Werkstätte Hagenauer1898–1987
- Werkstätte Carl Auböckseit 1912
- Berndorfer Metallwarenfabrikseit 1843
- Argentor-Werkeum 1900 bis Zwischenkriegszeit
- WMFseit 1853
- Elkingtonum 1830 bis 1960er-Jahre
- Orivitum 1894 bis um 1905, danach bei WMF
- Kayserzinnum 1885 bis um 1930
- Osirisum 1899 bis um 1914
- Liberty & Co.seit 1875
- Svenskt Tennseit 1924
- Alessiseit 1921
- Japy Frèresab 1777
- Wiener Bronzewaren-Herstellerum 1860 bis 1930er-Jahre
- Werkstätte Franz Bergmanzweite Hälfte 19. Jahrhundert bis 1930er-Jahre
- Werkstatt Carl Kaubaum 1890 bis 1920er-Jahre
Epochen & Stile
22
- Gotikum 1230–1500
- Renaissanceum 1420–1600 (nördlich der Alpen ab etwa 1500)
- Frühbarockum 1600–1680
- Neorenaissanceum 1860–1895
- Gründerzeitum 1850–1914 (Gründerjahre 1867–1873)
- Floraler Jugendstilum 1895–1905
- Geometrischer Jugendstilum 1900–1915
- Stil der Wiener Werkstätte1903–1932
- Fünfzigerjahre-Designum 1948–1962
- Alpenländischer Stil17.–19. Jahrhundert
- Arts and Craftsum 1860–1910
- Bauhaus1919–1933
- Brutalismusum 1950–1980
- Heimatstilum 1905–1960
- Meiji-Zeit1868–1912
- Ming-Dynastie1368–1644
- Neogotikum 1840–1900
- Qing-Dynastie1644–1911
- Romanikum 1000–1250
- Russische Ikonenmalereium 1100–1917
- Volkskunst17.–20. Jahrhundert
- Wiener Wohnkultur der Zwischenkriegszeitum 1919–1938
Fragen zu Zinn, Kupfer, Messing & Eisenkunst
Was ist mit Altmetall ohne Sammlerwert?
Gewöhnliche Messing-, Kupfer- und Eisenteile ohne Objektwert kaufen wir nicht als Altmetall. Bei einer Räumung übernimmt sie auf Wunsch unsere Schwesterseite. Wir sagen Ihnen bei der Besichtigung, was in welche Gruppe gehört.
Kaufen Sie alte Tresore und Kassen?
Ja, Eisentruhen, Kriegskassen, Kassetten und historische Tresore, etwa von Wertheim. Schwere Tresore erfordern einen Spezialtransport, den wir organisieren. Fehlende Schlüssel sind kein Hindernis für die Bewertung.
Sind Zinkgussfiguren etwas wert?
Figuren aus Zinkguss des 19. Jahrhunderts haben einen kleineren Markt als Bronzen, sind aber in guter Qualität und mit originaler Patinierung gefragt. Bruchstellen lassen sich schwer reparieren und mindern den Wert stärker als bei Bronze.
Hat altes Zinn noch einen Wert?
Gemarktes Zinn des 17. bis 19. Jahrhunderts, Zunftkannen, Edelzinn und Jugendstilzinn sind gesucht. Zinnteller und Krüge aus Souvenirproduktion des 20. Jahrhunderts haben dagegen meist nur geringen Wert. Fotos der Marken ermöglichen eine schnelle Unterscheidung.
Zinn, Kupfer, Messing & Eisenkunst in den Nachbarbezirken
Weitere Sparten in Wieden
- Alte Meister
- Gemälde des 19. Jahrhunderts
- Klassische Moderne
- Zeitgenössische Kunst
- Gemälde & Ölbilder
- Grafik, Zeichnungen & Aquarelle
- Fotografie
- Skulpturen & Plastiken
- Wiener Bronzen
- Jugendstil & Wiener Werkstätte
- Design des 20. Jahrhunderts
- Antike Möbel
- Glas & Kristall
- Porzellan
- Keramik, Majolika & Fayence
- Silber & Tafelsilber
- Gold & Altgold
- Schmuck & Juwelen
- Armbanduhren
- Taschenuhren
- Pendel-, Stand- & Tischuhren
- Teppiche
- Textilien, Stickerei & Spitze
- Lampen, Luster & Leuchter
- Bücher & Antiquariat
- Autographen, Handschriften & Dokumente
- Ansichtskarten & Ephemera
- Münzen & Medaillen
- Banknoten & Papiergeld
- Briefmarken
- Militaria, Orden & Uniformen
- Historische Blankwaffen & Rüstungen
- Spielzeug, Puppen & Modellbahnen
- Asiatika
- Ikonen & sakrale Kunst
- Volkskunst & Krippen
- Tribal Art & außereuropäische Kunst
- Wissenschaftliche Instrumente & Globen
- Musikinstrumente
- Grammophone, Radios, Kameras & Technik
- Dosen, Miniaturen & Objets de vertu
- Schreibgeräte, Feuerzeuge & Raucherbedarf
- Vintage-Mode, Handtaschen & Accessoires
- Klassische Fahrzeuge
- Altwaren & Hausrat mit Sammlerwert
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
Lieber schriftlich? Zum Anfrageformular