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Ikonen & sakrale Kunst im 21. Bezirk, 1210 Wien

Sakrale Kunst aus Floridsdorf: Winzerdörfer und Pfarrkirchen

Floridsdorf trägt den Namen eines Klosterneuburger Propstes, Stammersdorf und Leopoldau haben alte Pfarrkirchen: Hausandacht in Winzerhäusern prägt die sakrale Kunst des Bezirks.

In den alten Winzer- und Bauernhäusern von Stammersdorf, Strebersdorf, Großjedlersdorf und Leopoldau hängt in Stube oder Presshaus mitunter noch, was früher zur Hausandacht gehörte: Kruzifix, Hinterglasbilder, eine Figur des Winzerpatrons Urban, Sterbebilder in Gebetbüchern. Die Wohnhausanlagen entlang von Brünner und Prager Straße bewahren Andachtsbilder und Wallfahrtsandenken aus Arbeiterfamilien, Kleingartenhäuser an der Alten Donau Krippen und Heiligenfiguren aus Gips oder Holz.

Mit dem Stift Klosterneuburg ist Floridsdorf von Anfang an verbunden: Unter Propst Floridus Leeb ließ das Stift 1786 den Ort anlegen, der seinen Namen trägt, und die Stiftssammlungen bleiben eine naheliegende Referenz für sakrale Kunst des Umlands. Noch vor Bahn und Fabriken standen die Kirchen von Leopoldau, Großjedlersdorf und Stammersdorf. Auf dem Jedleseer Gut der Gräfin Erdödy verbrachte Beethoven Wochen als Gast; eine Gedenkstätte hält das fest.

Holzfiguren aus Presshaus oder Keller haben oft Wurmfraß oder lose Fassung; bitte nicht behandeln, wir beurteilen den Zustand bei der kostenlosen Besichtigung. Figuren aus Weinbergkapellen oder Marterln gehören häufig der Gemeinde, dafür brauchen wir einen Nachweis des privaten Erwerbs. Aus Gemeindebauwohnungen genügen vorab Fotos von Vorder- und Rückseite. Sterbebilder und Gebetbücher sehen wir als Konvolut an.

Was in Floridsdorf häufig auftaucht

  • Kruzifixe, Hinterglasbilder und Figuren des heiligen Urban – Winzerhäuser in Stammersdorf und Strebersdorf
  • Sterbebilder und Gebetbücher – frühere Bauerndörfer Großjedlersdorf und Leopoldau
  • Andachtsbilder und Wallfahrtsandenken – Gemeindebauten an Prager Straße und Brünner Straße

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 21. Bezirk.

Künstler

35

Epochen & Stile

12

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Ikonen & sakrale Kunst

Kaufen Sie Objekte aus Kirchen oder Kapellen?

Nur wenn der rechtmäßige Erwerb belegt ist, etwa durch eine Bestätigung der Pfarre, Erbunterlagen oder alte Kaufbelege. Ohne solche Nachweise übernehmen wir kein Kirchengut. Wir sehen uns die Unterlagen gern vorab an.

Darf ich eine nachgedunkelte Ikone reinigen?

Bitte nicht. Der dunkle Firnis aus Leinöl liegt direkt auf der Malschicht, und Lösungsmittel oder Wasser zerstören sie. Abnahme und Festigung sind Aufgaben für Restauratoren; für die Bewertung reicht der jetzige Zustand.

Haben gedruckte Ikonen einen Wert?

Einen bescheidenen, der vor allem vom Beschlag abhängt. Druckikonen mit Silber- oder Emailoklad sind gefragt, Druckikonen mit Messingrahmen deutlich weniger. Auf Fotos lässt sich der Unterschied meist erkennen.

Wie gehen Sie mit Judaica um?

Mit besonderer Sorgfalt bei der Herkunft. Viele jüdische Familien in Wien wurden ab 1938 beraubt; deshalb fragen wir nach Erwerbsgeschichte und Familienunterlagen und prüfen öffentlich zugängliche Verlustdatenbanken. Gut dokumentierte Stücke übernehmen wir gern.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.