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Ikonen & sakrale Kunst

Neugotische Kirchenausstattung

Figuren, Altarteile, Leuchter und Gerät im Stil der Gotik aus dem 19. Jahrhundert, oft aus Tiroler und Münchner Werkstätten.

Im 19. Jahrhundert wurden viele Wiener Pfarrkirchen neu gebaut oder neugotisch ausgestattet. Friedrich von Schmidt, ab 1863 Dombaumeister von St. Stephan, entwarf Kirchen und liturgisches Gerät in diesem Stil. Figuren, Altäre und Kreuzwege lieferten Werkstätten in St. Ulrich in Gröden, etwa Ferdinand Stuflesser, und die Mayer'sche Hofkunstanstalt in München, die Glasmalereien in ganz Europa verbreitete. Die Stücke folgen gotischen Vorbildern, sind aber an glatterer Schnitzerei, gleichmäßiger Fassung und typischen Farbklängen des Historismus erkennbar.

Den Wert bestimmen Werkstatt, Größe, Qualität und Erhaltung der Fassung. Signierte oder gestempelte Grödner Figuren und vollständige Kreuzwegstationen sind gefragt, ebenso Leuchter und Gerät nach Entwürfen bekannter Architekten. Viele neugotische Ausstattungen wurden im 20. Jahrhundert aus Kirchen entfernt; die Herkunft solcher Stücke muss belegt sein. Fehlende Fialen und Krabben an Baldachinen sind häufig und mindern den Wert mäßig. Fotos der Sockelunterseiten zeigen Stempel und Inventarnummern.

Woran man es erkennt

  • Grödner Figuren mit Stempel
  • Kreuzwegstationen
  • Neugotische Leuchter und Kreuze
  • Altarteile mit Maßwerk
  • Gerät nach Entwürfen von Friedrich von Schmidt
  • Baldachine und Konsolen

Künstler & Entwerfer

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.