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Ikonen & sakrale Kunst im 12. Bezirk, 1120 Wien

Sakrale Kunst aus Meidling: Hetzendorf, Altmannsdorf und Gemeindebau

Schloss Hetzendorf, alte Ortskerne mit Pfarrkirchen und große Gemeindebauten: Meidlings sakrale Kunst ist vor allem Hausandacht, vom Herrgottswinkel bis zum Wallfahrtsandenken.

In den ein- bis zweigeschoßigen Häusern von Altmannsdorf und Hetzendorf, die noch aus der Zeit vor 1892 stammen, hängt in der Stube mitunter noch der Herrgottswinkel: Kruzifix, Hinterglasbild, geweihte Palmzweige. In Fuchsenfeldhof, Bebelhof und anderen Gemeindebauten sammelten sich über Jahrzehnte Wallfahrtsandenken, Sterbebilder und Rosenkränze. Eisenbahnerfamilien rund um den Bahnhof Meidling bewahren dazu Heiligenmedaillen, Kommunionbilder und Gebetbücher, in die Geburten und Todesfälle eingetragen sind.

Am Schloss Hetzendorf, das schon Johann Lukas von Hildebrandt umgestaltet hatte, ließ Maria Theresia ab 1743 durch Pacassi weiterbauen; die Hetzendorfer Pfarrkirche und die Bauernhöfe von Altmannsdorf zeigen die dörfliche Herkunft des Bezirks. Im heutigen Haydnpark, dem früheren Hundsturmer Friedhof, lag Joseph Haydn nach seinem Tod 1809 begraben, bis man seine Gebeine nach Eisenstadt überführte. An der Meidlinger Hauptstraße stehen noch biedermeierliche Vorstadthäuser.

Hinterglasbilder aus dem Herrgottswinkel sind oft verrußt; bitte nicht abwischen, die Malschicht sitzt lose auf der Glasrückseite. Fotografieren Sie Bilder mit Rahmen und Rückseite. Bei der kostenlosen Besichtigung in den alten Häusern Altmannsdorfs sehen wir Stube, Dachboden und Kammer durch, im Gemeindebau Wohnung und Kellerabteil. Wallfahrtsandenken nehmen wir auch als Sammlung, wenn Einzelstücke wenig wert sind.

Was in Meidling häufig auftaucht

  • Herrgottswinkel mit Kruzifix und Hinterglasbild – alte Häuser in Altmannsdorf und Hetzendorf
  • Wallfahrtsandenken, Sterbebilder und Rosenkränze – langjährig bewohnte Gemeindebauwohnungen
  • Heiligenmedaillen und Gebetbücher – Eisenbahnerfamilien rund um den Bahnhof Meidling

Mit Bezug zu Meidling

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 12. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 12. Bezirk.

Künstler

35

Epochen & Stile

12

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Ikonen & sakrale Kunst

Wie gehen Sie mit Judaica um?

Mit besonderer Sorgfalt bei der Herkunft. Viele jüdische Familien in Wien wurden ab 1938 beraubt; deshalb fragen wir nach Erwerbsgeschichte und Familienunterlagen und prüfen öffentlich zugängliche Verlustdatenbanken. Gut dokumentierte Stücke übernehmen wir gern.

Können geweihte Gegenstände wie Kelche verkauft werden?

Kelche, Monstranzen und andere liturgische Geräte aus Privatbesitz können verkauft werden, wenn ihre Herkunft geklärt ist. Ausgenommen sind Reliquien, deren Verkauf das Kirchenrecht untersagt. Bei Klosterarbeiten mit Reliquienpartikeln besprechen wir den Umgang im Einzelfall.

Kaufen Sie auch neu gemalte Ikonen?

Zeitgenössische Ikonen aus Griechenland, Russland oder Rumänien haben meist einen kleinen Markt. Wir sehen sie uns an, vor allem wenn sie signiert sind oder in einem größeren Bestand mitkommen.

Wie alt ist meine Ikone?

Von vorn lässt sich das selten sagen, weil Ikonen über Jahrhunderte in gleichen Formen gemalt wurden. Aussagekräftiger sind Rückseite, Holz, Querleisten, Kreidegrund und Inschriften. Schicken Sie uns deshalb immer auch ein Foto der Rückseite.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.