Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Schmuck & Juwelen im 4. Bezirk, 1040 Wien

Schmuck verkaufen auf der Wieden – Historismus und Wiener Werkstätte

Makarts Atelier in der Gußhausstraße machte den Historismus zur Mode, in der Heumühlgasse begann 1903 die Wiener Werkstätte – beides findet sich in Schmuckkassetten der Wieden.

Die Wohnungen der Gründerzeit an Argentinierstraße, Schwindgasse und Prinz-Eugen-Straße, oft mehr als hundert Quadratmeter groß, gehörten Industriellen, Beamten und Künstlern. Ihr Schmuck spiegelt den Geschmack der Ringstraßenzeit: Renaissancebroschen mit Email, Medaillons mit Haarlocke, Armreifen mit Granaten, später Jugendstil und Art déco. In den Dienstbotenzimmern stehen manchmal Kassetten, die seit der letzten Generation niemand geöffnet hat. Die Vorstadthäuser der Mühlgasse und Paulanergasse liefern ältere Stücke aus dem Biedermeier.

Hans Makart arbeitete ab 1869 in der Gußhausstraße; seine Ateliereinrichtung mit Waffen, Teppichen und Antiquitäten prägte den Geschmack, der auch den Schmuck des Historismus bestimmt. Im Theresianum wuchs Koloman Moser auf, der später Silberschmuck mit Halbedelsteinen für die Wiener Werkstätte entwarf; deren erste Arbeiten 1903 in der Heumühlgasse entstanden, noch in einer Privatwohnung. Biedermeier-Interieurs und Bildnisse im Wien Museum zeigen, wie man Schmuck um 1830 trug.

Haarschmuck und Medaillons mit Locken bitte nicht öffnen, die Verglasung ist oft nur eingeklemmt. Fotos der Rückseite zeigen uns Punzen und Bauweise. Im Botschaftsviertel um die Argentinierstraße stimmen wir den Termin mit Haushalten ab, die vor einer Abreise stehen. Den Edelmetallwert ermitteln wir mit Waage und Prüfsäure vor Ort; was als Schmuckstück mehr wert ist, bewerten wir als solches.

Was in Wieden häufig auftaucht

  • Schmuck des Historismus mit Email und Renaissanceformen – Makart-Mode in großbürgerlichen Gründerzeitwohnungen.
  • Silberschmuck der Wiener Werkstätte – Gründung 1903 in der Heumühlgasse, Koloman Moser aus dem Theresianum.
  • Biedermeierbroschen und Medaillons – Vorstadthäuser in Mühlgasse und Paulanergasse.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 4. Bezirk.

Künstler

14

Manufakturen & Marken

29

Epochen & Stile

13

Materialien, Techniken & Punzen

56

Fragen zu Schmuck & Juwelen

Brauche ich für Diamanten ein Zertifikat?

Nein. Wir prüfen Steine bei der Besichtigung mit Lupe und Messgerät. Ein vorhandener Laborbericht von GIA, HRD oder IGI erleichtert die Einstufung größerer Steine.

Kaufen Sie auch beschädigten Schmuck?

Ja. Fehlende Steine, gerissene Ketten und abgeplatztes Email mindern den Wert, machen ein Stück aber nicht wertlos. Lassen Sie antiken Schmuck vor dem Verkauf nicht reparieren, weil unpassende Reparaturen den Sammlerwert senken.

Was ist böhmischer Granatschmuck wert?

Das hängt vom Material der Fassung, der Größe und Dichte der Steine und vom Alter ab. Stücke des 19. Jahrhunderts in Gold oder mit großen Steinen sind gefragter als vergoldeter Tombak späterer Serien; wir prüfen auch, ob tatsächlich Pyrope verarbeitet wurden; rotes Glas kommt vor.

Wie erkenne ich echten Schmuck der Wiener Werkstätte?

Echte Stücke tragen das WW-Monogramm, oft die Rosenmarke sowie Zeichen von Entwerfer und Ausführendem und österreichische Silberpunzen. Weil Nachahmungen mit gefälschten Marken im Umlauf sind, prüfen wir Verarbeitung, Material und Vergleichsstücke aus den Archiven.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.