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Ikonen & sakrale Kunst im 7. Bezirk, 1070 Wien

Sakrale Kunst aus Neubau: Nazarener, Neugotik und Spittelberg

Die Altlerchenfelder Kirche mit Führichs Bildprogramm und Friedrich von Schmidts Lazaristenkirche: Neubau ist ein Bezirk der romantischen Sakralkunst des 19. Jahrhunderts.

In den niedrigen Biedermeierhäusern des Spittelbergs und von St. Ulrich hingen Andachtsbilder im Stil der Nazarener, Stahlstiche mit Heiligenmotiven und kleine Hausaltäre, und manche davon sind über Generationen an ihrem Platz geblieben. Die Werkstatthöfe am Schottenfeld beherbergten Drucker, Tischler und Silberschmiede; aus diesem Umfeld stammen gelegentlich Druckplatten religiöser Motive, Rahmen und Leuchter. Atelier- und Lofthaushalte von heute bringen dagegen eher sakrale Kunst des 20. Jahrhunderts und Ikonen aus Sammlungen.

Johann Georg Müller baute 1848–1861 die Altlerchenfelder Kirche, deren Ausmalung einem Programm Joseph von Führichs folgt – ein Hauptwerk der Nazarener in Wien. Friedrich von Schmidt, später Dombaumeister von St. Stephan, errichtete 1860–1862 die neugotische Lazaristenkirche in der Kaiserstraße. St. Ulrich und das Palais Trautson an der Museumstraße stehen für den Wiener Barock, und im Mechitaristenkloster in der Neustiftgasse lebt seit dem 19. Jahrhundert eine armenisch-katholische Ordensgemeinschaft.

Viele Andachtsbilder im Nazarenerstil sind Stahlstiche oder Öldrucke, einige jedoch gemalte Kopien nach Führich oder Kupelwieser; unter der Lupe unterscheiden sich Druckraster und Pinselstrich. Fotografieren Sie Bildfläche und Rückseite. Die kostenlose Besichtigung in den Biedermeierhäusern am Spittelberg führt oft über enge Stiegen; Hausaltäre nehmen wir in einem Stück mit, samt Leuchtern und Zubehör.

Was in Neubau häufig auftaucht

  • Andachtsbilder und Stahlstiche im Stil der Nazarener – Biedermeierhäuser am Spittelberg und in St. Ulrich
  • Hausaltäre und Leuchter – bürgerliche Haushalte mit langer Wohndauer im Bezirk
  • Sakrale Kunst des 20. Jahrhunderts und Ikonen aus Sammlungen – Atelier- und Lofthaushalte am Schottenfeld

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 7. Bezirk.

Künstler

35

Epochen & Stile

12

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Ikonen & sakrale Kunst

Wie alt ist meine Ikone?

Von vorn lässt sich das selten sagen, weil Ikonen über Jahrhunderte in gleichen Formen gemalt wurden. Aussagekräftiger sind Rückseite, Holz, Querleisten, Kreidegrund und Inschriften. Schicken Sie uns deshalb immer auch ein Foto der Rückseite.

Ist eine Ikone mit Silberoklad mehr wert?

Oft ja, aber nicht immer aus demselben Grund. Bei gedruckten Ikonen trägt der Oklad häufig den größeren Teil des Werts, bei gemalten Ikonen ergänzen sich Malerei und Silber. Oklad und Ikone sollten in jedem Fall zusammenbleiben.

Kaufen Sie Objekte aus Kirchen oder Kapellen?

Nur wenn der rechtmäßige Erwerb belegt ist, etwa durch eine Bestätigung der Pfarre, Erbunterlagen oder alte Kaufbelege. Ohne solche Nachweise übernehmen wir kein Kirchengut. Wir sehen uns die Unterlagen gern vorab an.

Darf ich eine nachgedunkelte Ikone reinigen?

Bitte nicht. Der dunkle Firnis aus Leinöl liegt direkt auf der Malschicht, und Lösungsmittel oder Wasser zerstören sie. Abnahme und Festigung sind Aufgaben für Restauratoren; für die Bewertung reicht der jetzige Zustand.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.