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Antiquitäten Wien

Briefmarken im 4. Bezirk, 1040 Wien

Briefmarkensammlungen von der Wieden verkaufen

Koloman Moser, Entwerfer der Jubiläumsmarken von 1908, wuchs im Theresianum auf der Wieden auf. In den großen Gründerzeitwohnungen des Bezirks liegen Sammlungen aus vier Generationen.

Wer an Argentinierstraße, Schwindgasse oder Prinz-Eugen-Straße wohnte, hatte oft ein Dienstbotenzimmer und einen Beruf in Industrie, Verwaltung oder an der Technischen Universität. Briefmarken lagen dort im Schreibtisch des Hausherrn: Alben der Monarchie, Ganzsachen, Briefe von Geschäftsreisen, dazu Bogen und Viererblöcke aus der Zwischenkriegszeit. Im Freihausviertel, nach den Bombenschäden 1944/45 großteils neu gebaut, kommen eher Sammlungen der Zweiten Republik vor; Studierende und Botschaftspersonal hinterlassen gelegentlich Auslandspost.

Im Theresianum, wo der Vater angestellt war, verbrachte der 1868 geborene Koloman Moser seine Jugend; 1906 entwarf er für Bosnien und die Herzegowina eine Landschaftsserie, 1908 die Jubiläumsausgabe für Österreich. Auf der Wieden lag 1945 bis 1955 der sowjetische Sektor, Briefe dieser Jahre tragen mitunter Zensurvermerke. Die Technische Universität am Karlsplatz brachte Professoren in den Bezirk, deren Fachkorrespondenz aus dem Ausland in Nachlässen liegt. Am Naschmarkt-Flohmarkt bei der Kettenbrückengasse werden samstags Alben angeboten.

Viererblöcke und Bogen bitte nicht trennen, auch wenn sie in der Mappe gefaltet liegen; ganze Bogen werden anders bewertet als Einzelmarken. Fotos der Albumdeckel und einiger Seiten genügen für die Ersteinschätzung. Aus Dienstbotenzimmern und Dachbodenabteilen holen wir auch schwere Händlerbestände. Die Sichtung erfolgt in Ihrer Wohnung, das Angebot folgt je Sammlung oder Los.

Was in Wieden häufig auftaucht

  • Bosnien-Landschaftsserie 1906 und Jubiläumsausgabe 1908 – Entwürfe Koloman Mosers, der im Theresianum aufwuchs.
  • Bogen, Viererblöcke und Ganzsachen der Zwischenkriegszeit – Schreibtischsammlungen großbürgerlicher Haushalte.
  • Briefe mit Zensurvermerken 1945–1955 – sowjetischer Sektor auf der Wieden.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 4. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

6

Fragen zu Briefmarken

Ist meine Briefmarkensammlung etwas wert?

Das hängt vom Inhalt ab. Viele Sammlungen der Nachkriegszeit bestehen aus häufigen Marken mit geringem Wert, einzelne klassische Marken, seltene Stempel und Briefe können aber erheblich sein. Wir sichten die Sammlung vollständig, bevor wir bewerten.

Soll ich Marken von Briefen ablösen?

Nein. Briefe und Karten können mehr wert sein als die abgelösten Marken, weil Stempel, Porto und Destination Postgeschichte belegen. Lassen Sie die Belege, wie sie sind.

Was bedeutet postfrisch?

Postfrisch ist eine ungebrauchte Marke mit vollständigem, unberührtem Originalgummi ohne Falzspur. Diese Erhaltung ist bei Marken der Zweiten Republik oft Voraussetzung für einen Sammlerwert.

Kaufen Sie auch Abo-Lieferungen der Post?

Ja. Postfrische Jahrgänge der Zweiten Republik werden meist knapp unter oder nahe dem Nennwert gehandelt, weil sie in großen Mengen vorhanden sind. Ältere Jahrgänge und vollständige Reihen bewerten wir einzeln.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.