Münzen & Medaillen im 4. Bezirk, 1040 Wien
Münzen auf der Wieden: Karlskirche, Freihaus und Technik
Die 2-Schilling-Münze von 1937 zeigt die Karlskirche, jene von 1931 Mozart, dessen „Zauberflöte“ im Freihaustheater auf der Wieden 1791 erstmals erklang.
In großen Gründerzeitwohnungen um Argentinierstraße und Schwindgasse, oft mit Dienstbotenzimmer, lebten Industrielle, Beamte und Professoren der Technischen Universität; ihre Sammlungen sind häufig systematisch angelegt, mit Alben nach Jahrgängen, Listen und Fachliteratur. In Biedermeierhäusern der Mühlgasse und Paulanergasse liegen Kreuzer und Konventionsmünzen, die mehrere Generationen lang im Familienbesitz lagen. Am Samstag liegen beim Flohmarkt an der Kettenbrückengasse auch Münzen, Medaillen und ganze Sammleralben aus.
Johann Bernhard Fischer von Erlach begann die Karlskirche 1716, sein Sohn vollendete sie 1737; zum 200. Jahrestag erschien 1937 die 2-Schilling-Gedenkmünze mit ihrem Bild, die letzte dieser Reihe. Mozarts Bildnis trägt das 2-Schilling-Stück von 1931; uraufgeführt wurde die „Zauberflöte“ 1791 im Freihaustheater auf der Wieden. Der Bildhauer und Medailleur Rudolf Weyr schuf 1908 das Brahms-Denkmal im Resselpark. Das Wien Museum zeigt Flugblätter und Objekte zur Revolution von 1848.
Silberne 2-Schilling-Stücke der Ersten Republik bewerten wir nach Jahrgang und Erhaltung, statt allein nach Silbergewicht; fassen Sie sie am Rand an und reinigen Sie sie nicht. Systematische Sammlungen bleiben am besten in ihren Alben, wir sehen sie Seite für Seite durch. Stücke vom Flohmarkt prüfen wir auf Echtheit, denn gerade begehrte Jahrgänge werden nachgeahmt. In Gründerzeithäusern mit Lift vereinbaren wir die Besichtigung im Wohnzimmer.
Was in Wieden häufig auftaucht
- 2-Schilling-Gedenkmünzen der Ersten Republik – Karlskirche 1937 und Mozart 1931 mit Bezug zum Bezirk.
- Systematische Sammlungen in Alben – Haushalte von Ingenieuren und Professoren der Technischen Universität.
- Kreuzer und Konventionsmünzen – Biedermeierhäuser der Mühlgasse und Paulanergasse.
Mit Bezug zu Wieden
Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 4. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.
Rudolf Weyr
Brahms-Denkmal im Resselpark am Karlsplatz (1908).
Gotik
Wien Museum am Karlsplatz mit Originalskulpturen vom Stephansdom.
Klassizismus
Hauptgebäude der Technischen Universität am Karlsplatz (1816–1818).
Biedermeier
Wien Museum am Karlsplatz mit Biedermeier-Interieurs und Malerei.
Vormärz
Wien Museum mit Bildern, Flugblättern und Objekten der Revolution von 1848.
Objektgruppen
- Maria-Theresien-Taler
- Habsburger Dukaten
- Goldmünzen der Kronenwährung
- Silberkronen
- Gulden, Konventions- und Vereinstaler
- Kreuzer, Heller und Kleinmünzen
- Schilling der Ersten Republik
- Schilling-Gedenkmünzen der Zweiten Republik
- Gedenk- und Sammlermünzen seit 2002
- Wiener Philharmoniker in Gold, Silber und Platin
- Antike Münzen
- Mittelaltermünzen
- Taler der Neuzeit
- Salzburger und Tiroler Prägungen
- Auslandsmünzen und Weltmünzen
- Porträt- und Ereignismedaillen
- Jugendstil-Plaketten
- Schützen-, Sport- und Vereinsmedaillen
- Wallfahrts- und Andachtsmedaillen
- Kriegsmünzen und Notmünzen
- Rechenpfennige, Jetons und Wertmarken
- Kursmünzensätze und Polierte Platte
- Münzsammlungen in Alben und Kassetten
- Gefasste Münzen und Münzschmuck
Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien
Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 4. Bezirk.
Künstler
12
- Joseph Daniel Böhm1794–1865
- Anton Scharff1845–1903
- Josef Tautenhayn1837–1911
- Stefan Schwartz1851–1924
- Heinrich Kautsch1859–1943
- Rudolf Marschall1873–1967
- Arnold Hartig1878–1972
- Richard Placht1880–1962
- Michael Blümelhuber1865–1936
- Carl Kundmann1838–1919
- Rudolf Weyr1847–1914
- Prinz Eugen von Savoyen1663–1736
Manufakturen & Marken
4
- Münze ÖsterreichMünzstätte seit dem späten 12. Jahrhundert
- Wiener Medaillenprägeanstalten19. und 20. Jahrhundert
- Rothe & Neffe19. und 20. Jahrhundert
- Oesterreichische Nationalbankseit 1816
Epochen & Stile
12
- Romanikum 1000–1250
- Gotikum 1230–1500
- Renaissanceum 1420–1600 (nördlich der Alpen ab etwa 1500)
- Hochbarockum 1680–1730
- Spätbarockum 1730–1770
- Klassizismusum 1770–1840
- Biedermeier1815–1848
- Vormärzum 1830–1848
- Historismusum 1840–1914
- Ringstraßenstilum 1860–1890
- Jugendstilum 1895–1914
- Art découm 1920–1940
Materialien, Techniken & Punzen
11
Fragen zu Münzen & Medaillen
Soll ich meine Münzen vor dem Verkauf reinigen?
Nein, auf keinen Fall. Reinigung zerstört Oberfläche und Patina und kann den Sammlerwert einer Münze auf einen Bruchteil senken. Zeigen Sie uns die Münzen so, wie sie sind.
Was ist ein Maria-Theresien-Taler wert?
Die meisten Taler mit der Jahreszahl 1780 sind Nachprägungen und werden nach Silbergewicht bewertet. Originale mit früheren Jahreszahlen aus der Regierungszeit Maria Theresias sind gesucht und werden nach Jahrgang, Münzstätte und Erhaltung bewertet.
Kaufen Sie Schilling-Gedenkmünzen?
Ja. Silbergedenkmünzen zu 25, 50, 100 und 500 Schilling werden mindestens nach Silbergehalt bewertet. Ausgaben in Polierter Platte mit Originaletui und seltene Jahrgänge können darüber liegen.
Lohnt sich der Verkauf einer alten Münzsammlung im Album?
Oft ja. Wir sichten das Album vollständig, bestimmen gesuchte Stücke einzeln und bewerten den Rest nach Material und Menge. Lösen Sie die Münzen bitte nicht heraus.
Münzen & Medaillen in den Nachbarbezirken
Weitere Sparten in Wieden
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- Gemälde des 19. Jahrhunderts
- Klassische Moderne
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- Jugendstil & Wiener Werkstätte
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- Schreibgeräte, Feuerzeuge & Raucherbedarf
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- Klassische Fahrzeuge
- Altwaren & Hausrat mit Sammlerwert
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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