Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Glas & Kristall im 4. Bezirk, 1040 Wien

Glas, Kristall und Luster aus Wiedner Altbauwohnungen

Koloman Moser wuchs im Theresianum auf, die Wiener Werkstätte begann 1903 in der Heumühlgasse: Auf der Wieden liegen Jugendstilglas, Kristallluster und Tafelglas in großen Wohnungen.

Große Altbauwohnungen an Argentinierstraße, Prinz-Eugen-Straße und Schwindgasse besitzen Stuckrosetten, an denen Kristallluster hingen, und Speisezimmer mit Vitrinen für Trinkservice. Wird eine solche Wohnung aufgelöst, findet sich in Dienstbotenzimmer und Dachbodenabteil häufig der Rest: Kisten mit Gläsern, Behangteile von Lustern, Karaffen ohne Stöpsel. Die Vorstadthäuser des Biedermeier in Mühlgasse und Paulanergasse bergen kleinere Stücke der Zeit um 1820–1840 – geschliffene Becher, Lithyalin, Andenkengläser aus Karlsbad. Studierende der Technischen Universität sorgen für wechselnde Mieter, alte Familien für gewachsene Bestände.

Koloman Moser kam 1868 zur Welt und wuchs im Theresianum auf, wo sein Vater tätig war; um 1900 entwarf er Gläser, die E. Bakalowits & Söhne und die Hütte Johann Lötz Witwe ausführten. Ihre ersten Arbeitsräume fand die Wiener Werkstätte im Mai 1903 in der Heumühlgasse. Oswald Haerdtl, der auch für Lobmeyr entwarf, baute 1954–1959 das Wien Museum am Karlsplatz, das Biedermeier-Interieurs zeigt. Otto Wagners Stadtbahnpavillons von 1898/99 stehen gleich daneben.

Hängt der Luster noch, lassen Sie ihn bis zur kostenlosen Besichtigung an der Decke: Fassung, Armzahl und Behang sind montiert leichter zu beurteilen, und die Demontage planen wir beim Termin gleich mit ein. Lose Prismen und Kettenteile sammeln Sie am besten in einer Schachtel. Für Gläser genügen vorab Fotos gegen das Licht. Nach dem Angebot zahlen wir bar oder überweisen den Betrag.

Was in Wieden häufig auftaucht

  • Jugendstilgläser nach Koloman Moser – Bezug zum Theresianum und zur Wiener Werkstätte, die in der Heumühlgasse begann
  • Kristallluster und Behangteile – Altbauräume mit Stuckrosetten an Argentinierstraße und Schwindgasse
  • Lithyalin und geschliffene Biedermeierbecher – Vorstadthäuser in Mühlgasse und Paulanergasse

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 4. Bezirk.

Künstler

28

Manufakturen & Marken

45

Epochen & Stile

30

Materialien, Techniken & Punzen

28

Fragen zu Glas & Kristall

Sind Swarovski-Figuren noch gefragt?

Figuren in Originalverpackung, Jahresausgaben des Sammlerclubs und seltene, nicht mehr gefertigte Modelle haben einen Sammlermarkt. Häufige Figuren ohne Verpackung werden geringer bewertet.

Woran erkenne ich Bleikristall?

Bleikristall ist schwer, klar und bricht das Licht stark, beim Anschlagen klingt es lange nach. Nach der Richtlinie 69/493/EWG muss Bleikristall mindestens 24 Prozent Bleioxid enthalten, Hochbleikristall mindestens 30 Prozent. Unter UV-Licht zeigt es meist einen bläulichen Schimmer.

Ist altes Bleikristall noch gefragt?

Einfaches Bleikristall der Nachkriegszeit ist sehr häufig und wird nach Menge, Schliff und Zustand bewertet. Gesucht sind Stücke bekannter Hersteller, aufwendige Handschliffe und farbiges Überfangglas. Große Bestände werden gemeinsam angesehen.

Wie erkenne ich ein Lobmeyr-Glas?

Viele Lobmeyr-Gläser tragen am Boden eine kleine geätzte Marke. Ältere Gläser und Lusterbehang sind oft ungemarkt und werden nach Form, Glasmasse und Schliff zugeordnet. Das dünne Musselinglas ist für Lobmeyr typisch.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.