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Musikinstrumente im 4. Bezirk, 1040 Wien

Klaviere und Musikinstrumente von der Wieden: Bösendorfer und Ehrbar

Bösendorfer hat seinen Firmensitz in der Graf-Starhemberg-Gasse, Ehrbar baute Klaviere in der Mühlgasse. Auf der Wieden lebten Brahms und Johann Strauss.

Altbauwohnungen von hundert bis über zweihundert Quadratmetern mit Dienstbotenzimmer, wie sie an der Prinz-Eugen-Straße und rund um die Schwindgasse stehen, waren für den Salonflügel gebaut. Familien, die seit Generationen im Bezirk wohnen, besitzen Flügel und Pianinos aus den Fabriken vor der Haustür, dazu Notenbestände, Streichinstrumente und Musikerbriefe. Ältere Tasteninstrumente, Tafelklaviere und Hammerflügel mit Wiener Mechanik, gehören in die niedrigen Vorstadthäuser an Mühlgasse und Paulanergasse.

Bösendorfer, 1828 von Ignaz Bösendorfer gegründet, hat seinen Firmensitz in der Graf-Starhemberg-Gasse; Friedrich Ehrbar unterhielt in der Mühlgasse eine Klavierfabrik mit eigenem Konzertsaal. In der Karlsgasse lebte Johannes Brahms seine letzten fünfundzwanzig Jahre, sein Palais in der Igelgasse, heute Johann-Strauß-Gasse, war 1899 Sterbeort von Johann Strauss (Sohn). Mozarts „Zauberflöte“ erlebte 1791 im Freihaustheater ihre Uraufführung, Franz Schubert starb 1828 in der Kettenbrückengasse 6.

Bei Bösendorfer- und Ehrbar-Flügeln bestimmen wir das Baujahr über die Seriennummer; fotografieren Sie sie bitte mit geöffnetem Deckel. Gründerzeithäuser auf der Wieden haben oft Lifte, in die kein Flügel passt; wir arbeiten mit Klaviertransporteuren, die über die Stiege tragen. Die Besichtigung ist kostenlos. Tasten mit Elfenbeinbelag fallen unter die EU-Regeln seit 19. Jänner 2022, die nötigen Nachweise besprechen wir vorab. Bezahlt wird bar oder per Überweisung.

Was in Wieden häufig auftaucht

  • Klaviere und Flügel von Bösendorfer – Firmensitz im Bezirk, musikalische Haushalte
  • Instrumente von Ehrbar – Klavierfabrik mit Konzertsaal in der Mühlgasse
  • Tafelklaviere und Hammerflügel mit Wiener Mechanik – Biedermeierhäuser in Mühlgasse und Paulanergasse

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 4. Bezirk.

Künstler

3

Manufakturen & Marken

16

Epochen & Stile

5

Materialien, Techniken & Punzen

8

Fragen zu Musikinstrumente

Soll ich ein Instrument vor dem Verkauf reparieren lassen?

Nein. Für die Bewertung genügt der jetzige Zustand, und eine Reparatur erfordert Fachkenntnis. Laienhaft geleimte Risse oder neu lackierte Decken mindern den Wert stärker als der ursprüngliche Schaden.

Wie fotografiere ich eine Geige für die Ersteinschätzung?

Decke, Boden und beide Zargen gerade von vorn, die Schnecke von der Seite und den Zettel durch das linke F-Loch mit einer Taschenlampe. Beim Bogen den Frosch und den Stempel am Ende der Stange. Tageslicht ohne Blitz zeigt Lack und Holz am besten.

Kaufen Sie Instrumente aus der Blasmusik?

Ja, besonders ältere Instrumente Wiener und böhmischer Hersteller mit Drehventilen, Wiener Hörner und Instrumente mit Hofstempel. Moderne Schülerinstrumente sind häufig und werden im Bestand bewertet.

Nehmen Sie defekte Spieldosen und Drehorgeln?

Ja. Auch Werke mit gebrochenen Kammzähnen, fehlenden Walzen oder Schäden am Gehäuse haben Wert, weil sie sich restaurieren lassen. Bitte ziehen Sie ein blockiertes Werk nicht weiter auf.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.