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Ikonen & sakrale Kunst im 6. Bezirk, 1060 Wien

Gnadenbilder und sakrale Kunst aus Mariahilf

Die Barnabiten verehrten in Mariahilf eine Kopie des Passauer Gnadenbildes, Max Hegele baute die Fillgraderstiege: Mariahilf hat eine eigene Wallfahrtsgeschichte.

Das Motiv „Maria Hilf“ nach dem Gnadenbild von Lucas Cranach d. Ä. hängt in Wiener Haushalten in vielen Varianten – als Ölbild, Hinterglasbild, Druck oder gestickte Klosterarbeit. In Mariahilf, wo die Barnabiten eine Kopie des Passauer Bildes verehrten, liegt dieser Bildtyp besonders nahe. In Biedermeierhäusern von Gumpendorf und am Magdalenengrund kommen Hausaltärchen und gerahmte Andachtsbilder dazu, in großbürgerlichen Wohnungen an der Wienzeile barocke Figuren und Ikonen aus Sammlungen.

Die Mariahilfer Kirche entstand im späten 17. Jahrhundert für die Barnabiten und gab dem ganzen Bezirk den Namen; Gumpendorfs Pfarrkirche St. Ägyd vertritt die ältere Pfarrgeschichte. Max Hegele, der später die Friedhofskirche am Zentralfriedhof baute, entwarf 1905–1907 die Fillgraderstiege. Für Andachtsbilder heißt das: Die Kirche verehrte eine Kopie des Passauer Mariahilfbildes, das seinerseits auf Cranach zurückgeht, und an dieser Bildkette lassen sich viele Fassungen zeitlich einordnen.

Bei Mariahilf-Bildern unterscheiden Bildträger, Rahmen und Rückseite das Ölbild des 18. Jahrhunderts vom Öldruck um 1900; ein Foto der Rückseite hilft uns dabei. Klosterarbeiten mit Draht, Perlen und Stoff bitte nicht aus dem Glaskasten nehmen. Die kostenlose Besichtigung in Gumpendorf und an der Wienzeile vereinbaren wir mit Rücksicht auf die Begegnungszone der Mariahilfer Straße.

Was in Mariahilf häufig auftaucht

  • Mariahilf-Gnadenbilder als Öl-, Hinterglas- und Andachtsbild – Wallfahrtstradition der Barnabitenkirche
  • Hausaltärchen und Klosterarbeiten – Biedermeierhäuser in Gumpendorf und am Magdalenengrund
  • Barocke Holzfiguren und Ikonen – Sammlungen in großbürgerlichen Wohnungen an der Wienzeile

Mit Bezug zu Mariahilf

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 6. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 6. Bezirk.

Künstler

35

Epochen & Stile

12

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Ikonen & sakrale Kunst

Können geweihte Gegenstände wie Kelche verkauft werden?

Kelche, Monstranzen und andere liturgische Geräte aus Privatbesitz können verkauft werden, wenn ihre Herkunft geklärt ist. Ausgenommen sind Reliquien, deren Verkauf das Kirchenrecht untersagt. Bei Klosterarbeiten mit Reliquienpartikeln besprechen wir den Umgang im Einzelfall.

Kaufen Sie auch neu gemalte Ikonen?

Zeitgenössische Ikonen aus Griechenland, Russland oder Rumänien haben meist einen kleinen Markt. Wir sehen sie uns an, vor allem wenn sie signiert sind oder in einem größeren Bestand mitkommen.

Wie alt ist meine Ikone?

Von vorn lässt sich das selten sagen, weil Ikonen über Jahrhunderte in gleichen Formen gemalt wurden. Aussagekräftiger sind Rückseite, Holz, Querleisten, Kreidegrund und Inschriften. Schicken Sie uns deshalb immer auch ein Foto der Rückseite.

Ist eine Ikone mit Silberoklad mehr wert?

Oft ja, aber nicht immer aus demselben Grund. Bei gedruckten Ikonen trägt der Oklad häufig den größeren Teil des Werts, bei gemalten Ikonen ergänzen sich Malerei und Silber. Oklad und Ikone sollten in jedem Fall zusammenbleiben.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.