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Ikonen & sakrale Kunst im 13. Bezirk, 1130 Wien

Sakrale Kunst aus Hietzing: Maria Hietzing und Villensammlungen

Matthias Steinl gestaltete Altarraum und Chorgestühl von Maria Hietzing; die Villen bewahren Ikonen und Barockfiguren aus Sammlungen des Bildungsbürgertums.

Sommerhäuser von Hofbeamten und Adel, später Villen von Industriellen und Gelehrten: In Hietzinger Häusern sind sakrale Objekte häufig Sammlungsstücke – gotische Madonnen, gefasste Barockengel, russische Ikonen mit Oklad, Reisealtäre. Wo eine Familie über Generationen im selben Haus blieb, liegen auch Andachtsbilder, Taufschüsseln und Rosenkränze aus vielen Jahrzehnten im Kasten. Gartenhaus und Dachboden bewahren bisweilen Gartenplastik mit Heiligenmotiv und ausgemusterte Hausaltäre.

In der Pfarrkirche Maria Hietzing, einst Ziel einer Marienwallfahrt, gestaltete Matthias Steinl Altarraum und Chorgestühl. Schloss Schönbrunn, ab 1696 nach Entwurf Fischer von Erlachs gebaut und ab 1743 von Nikolaus Pacassi umgestaltet, besitzt eine eigene Schlosskapelle; Johann Martin Fischer, sonst Bildhauer von Kreuzigungsgruppen und Brunnen, schuf für den Park den Mucius Scaevola. Für Barockfiguren aus Hietzinger Sammlungen sind diese Werke naheliegende Vergleichsstücke.

Weil viele Hietzinger Sammlungen nach 1938 enteignet und zerstreut wurden, fragen wir bei gotischen und barocken Bildwerken nach Inventaren, Fotos oder Rückstellungsunterlagen. Figuren, die aus einer Kirche stammen könnten, übernehmen wir nur mit Erwerbsnachweis. Fotografieren Sie Rückseite und Sockel, bei Ikonen auch den Oklad mit Punzen. Wir besichtigen kostenlos alle Geschoße und das Gartenhaus.

Was in Hietzing häufig auftaucht

  • Gotische Madonnen und gefasste Barockfiguren – Sammlungen in Villen; die Provenienz wird geprüft
  • Russische Ikonen mit Oklad und Reisealtäre – Villenhaushalte des Bildungsbürgertums
  • Andachtsbilder, Taufschüsseln und Rosenkränze – Häuser, die über Generationen in einer Familie blieben

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 13. Bezirk.

Künstler

35

Epochen & Stile

12

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Ikonen & sakrale Kunst

Können geweihte Gegenstände wie Kelche verkauft werden?

Kelche, Monstranzen und andere liturgische Geräte aus Privatbesitz können verkauft werden, wenn ihre Herkunft geklärt ist. Ausgenommen sind Reliquien, deren Verkauf das Kirchenrecht untersagt. Bei Klosterarbeiten mit Reliquienpartikeln besprechen wir den Umgang im Einzelfall.

Kaufen Sie auch neu gemalte Ikonen?

Zeitgenössische Ikonen aus Griechenland, Russland oder Rumänien haben meist einen kleinen Markt. Wir sehen sie uns an, vor allem wenn sie signiert sind oder in einem größeren Bestand mitkommen.

Wie alt ist meine Ikone?

Von vorn lässt sich das selten sagen, weil Ikonen über Jahrhunderte in gleichen Formen gemalt wurden. Aussagekräftiger sind Rückseite, Holz, Querleisten, Kreidegrund und Inschriften. Schicken Sie uns deshalb immer auch ein Foto der Rückseite.

Ist eine Ikone mit Silberoklad mehr wert?

Oft ja, aber nicht immer aus demselben Grund. Bei gedruckten Ikonen trägt der Oklad häufig den größeren Teil des Werts, bei gemalten Ikonen ergänzen sich Malerei und Silber. Oklad und Ikone sollten in jedem Fall zusammenbleiben.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.