Material: Email, Steine & Schmuck
Perlmutt
Schimmernde Innenschicht von Muscheln und Schnecken, verarbeitet zu Knöpfen, Griffen, Fächern, Dosen und Einlagen.
Perlmutt ist die irisierende Innenschicht von Perlmuscheln, Seeohren und Turbanschnecken. Es besteht aus feinen Kalkplättchen, die das Licht brechen und den typischen Regenbogenschimmer erzeugen. Seit dem 17. Jahrhundert dient es für Einlagen in Möbeln und Kassetten, im 18. und 19. Jahrhundert für Fächer, Messergriffe, Necessaires, Kartenetuis, Operngläser und Knöpfe. In Bethlehem entstanden geschnitzte Perlmuttarbeiten für Pilger. Englische Tabletts aus Papiermaché des 19. Jahrhunderts zeigen eingelegtes Perlmutt.
Echtes Perlmutt fühlt sich kühl an, zeigt einen lebendigen, sich mit dem Blickwinkel verändernden Schimmer und unter der Lupe feine Schichtlinien. Kunststoffimitationen wirken gleichmäßig, leicht und warm. Bei Einlagen sind die Stücke oft dünn und sitzen in Kitt oder Leim. Risse und abgeplatzte Stellen sind häufig. Seeohr-Perlmutt zeigt kräftige Grün- und Blautöne, Perlmuschel eher weiße und rosa Töne. Schimmer und Schichtung sind aussagekräftiger als jeder Zahn- oder Fingernageltest.
Perlmutt steigert den Wert eines Objekts, wenn es gut erhalten und fein gearbeitet ist, etwa bei Fächern, Operngläsern und Necessaires des Biedermeier. Lose Knöpfe und einfache Griffe haben geringen Wert. Fehlende Einlagen lassen sich ersetzen, mindern aber die Originalität. Geschnitzte Pilgerarbeiten aus Bethlehem haben eine eigene Sammlerschaft.
So prüfen Sie es
- irisierender, wechselnder Schimmer
- kühle Haptik
- feine Schichtlinien
- Grün- und Blautöne bei Seeohr
- gleichmäßige Wirkung bei Kunststoff
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