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Antiquitäten Wien

Textilien, Stickerei & Spitze im 15. Bezirk, 1150 Wien

Textilien aus Rudolfsheim-Fünfhaus: Altmieterwäsche und Ballkleid

Tanzsäle wie Schwenders Kolosseum zogen im 19. Jahrhundert ganz Wien nach Rudolfsheim; in Altmieterwohnungen haben Wäsche und Garderoben aus Jahrzehnten überdauert.

Altmieterwohnungen um Schwendermarkt und Reindorfgasse sind klein, doch ihre Kästen sind voll: Bettwäsche aus Leinen und Halbleinen, Tischtücher, gestickte Polsterüberzüge, Vorhänge aus mehreren Jahrzehnten. In den Kellerabteilen der Gründerzeithäuser stehen Koffer mit Kleidern, Handschuhen und Hüten. Aus den Gewerbehöfen von Sechshaus und Reindorf, in denen bis ins 20. Jahrhundert Kleinindustrie arbeitete, können zudem Bänder, Knöpfe und Stoffballen stammen, die nie verarbeitet wurden.

Im 19. Jahrhundert lockten Vergnügungsetablissements wie Schwenders Kolosseum Publikum aus der ganzen Stadt an; Ballkleider, bestickte Westen und Spitzenhandschuhe aus dieser Epoche sind selten, aber nicht ausgeschlossen. Textile Nachbarschaft liegt nahe: Gumpendorf mit der Weberei Philipp Haas & Söhne, das Schottenfeld mit seinen Seidenwebern. Die Synagoge in der Turnergasse, der Turnertempel, fiel im November 1938 der Zerstörung zum Opfer; textile Judaica aus dieser Gemeinde kaufen wir nur mit geklärter Herkunft an.

Öffnen Sie Koffer aus dem Kellerabteil am besten erst gemeinsam mit uns; Mottenfraß und Feuchtigkeit beurteilen wir bei der kostenlosen Besichtigung. Vorab helfen Fotos von Monogrammen, Etiketten in Kleidern und Webkanten. Bleibt nach dem Ankauf Hausrat ohne Sammlerwert zurück, kann sich unsere Schwesterseite entruempelung-danube.at auf Wunsch um die Räumung kümmern.

Was in Rudolfsheim-Fünfhaus häufig auftaucht

  • Leinen- und Halbleinenwäsche, gestickte Polsterüberzüge – Altmieterwohnungen um Schwendermarkt und Reindorfgasse
  • Kleider, Handschuhe und Hüte in Koffern – Kellerabteile der Gründerzeithäuser

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 15. Bezirk.

Künstler

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Manufakturen & Marken

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Epochen & Stile

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Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Textilien, Stickerei & Spitze

Soll ich alte Wäsche und Spitze vor dem Verkauf waschen?

Nein. Waschen, Bleichen und Stärken kann alte Fasern beschädigen und Flecken fixieren. Wir bewerten Textilien in ihrem aktuellen Zustand.

Woran erkenne ich handgeklöppelte Spitze?

Mit einer Lupe sieht man verflochtene Fadenpaare und kleine Unregelmäßigkeiten. Maschinenspitze ist völlig gleichmäßig und hat oft einen Tüllgrund aus sechseckigen Maschen.

Kaufen Sie auch einfache Bettwäsche und Tischtücher?

Ja, im Konvolut. Leinenwäsche mit Handstickerei, Damastsätze in voller Zahl und Aussteuerwäsche in gutem Zustand bewerten wir einzeln, einfache Baumwollwäsche gemeinsam.

Was ist Wiener Petit Point?

Eine sehr feine Nadelmalerei im Gobelinstich auf Stramin, mit mehreren hundert Stichen pro Quadratzentimeter, oft mit Lupe ausgeführt. Typisch sind Abendtaschen mit Metallbügel, Etuis, Puderdosen und kleine Bilder mit Blumen und Figuren.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.