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Material: Malerei & Grafik

Aquarell

Malerei mit transparenten Wasserfarben auf Papier, im Wiener Biedermeier durch Rudolf von Alt und Thomas Ender zur Meisterschaft gebracht.

Aquarellfarben bestehen aus fein gemahlenen Pigmenten mit Gummiarabikum als Bindemittel und werden in transparenten Lasuren auf Papier aufgetragen. Das Weiß entsteht durch ausgesparte Papierflächen. Albrecht Dürer schuf um 1500 Landschafts- und Naturstudien in Aquarell. Im 19. Jahrhundert wurde Wien ein Zentrum der Aquarellmalerei: Rudolf von Alt, Thomas Ender, Jakob Alt und Moritz Michael Daffinger malten Veduten, Landschaften, Blumen und Porträts. Englische Maler wie William Turner prägten die Technik ebenso.

Aquarelle zeigen transparente Farbschichten, durch die das Papier leuchtet, mit weichen Rändern und Wasserrändern. Unter der Lupe sind keine Rasterpunkte zu sehen. Papiere tragen oft Wasserzeichen; J. Whatman mit Jahreszahl ist ein bekanntes englisches Beispiel. Licht bleicht Aquarellfarben, deshalb wirken lange gerahmte Blätter verblasst; unter dem Passepartout ist die Farbe oft kräftiger. Stockflecken sind braune Punkte durch Feuchtigkeit. Drucke nach Aquarellen zeigen Raster.

Aquarelle bekannter Wiener Künstler des 19. Jahrhunderts sind gesucht, besonders Veduten mit Signatur und Datierung. Verblassung, Stockflecken und Wasserschäden mindern den Wert. Faksimiles und Drucke sind häufig und müssen unter der Lupe ausgeschlossen werden. Säurehaltige Passepartouts schädigen das Papier und sollten ersetzt werden.

So prüfen Sie es

  • transparente Farbschichten
  • ausgespartes Papierweiß
  • keine Rasterpunkte
  • Wasserzeichen im Papier
  • kräftigere Farbe unter dem Passepartout

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.