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Keramik, Majolika & Fayence im 15. Bezirk, 1150 Wien

Keramik in Rudolfsheim-Fünfhaus: Gebrauchsgeschirr und Kellerfunde

Kellerabteile in Gründerzeithäusern zwischen Schmelz und Wienfluss bewahren Kisten mit Geschirr aus mehreren Generationen. Darunter ist oft gesuchte Gebrauchskeramik.

Fünfhaus, Sechshaus und Reindorf bestehen zu einem großen Teil aus kleinen Gründerzeitwohnungen; viele Altmieter leben dort seit fünfzig Jahren und länger. Auf engem Raum sammelt sich Hausrat an, und im Kellerabteil stehen Koffer und Kisten mit Geschirr, Weihnachtsschmuck und Spielzeug. Für Keramik bedeutet das: Gmundner Krüge, Steingutteller aus böhmischen und österreichischen Fabriken, Vasen der Fünfzigerjahre und gelegentlich eine Majolikafigur der Jahrhundertwende. Gemeindebauten der Zwischen- und Nachkriegszeit ergänzen den Bestand um Erstausstattung.

Das Volkswohnhaus in der Holochergasse plante Oskar Strnad 1932. Strnad lehrte an der Kunstgewerbeschule, an der Michael Powolny Keramik unterrichtete; aus Powolnys Klasse kamen Entwerferinnen, deren Arbeiten in Wiener Haushalten bis heute auftauchen. Zur selben Nachkriegsmoderne wie Roland Rainers Stadthalle gehört die österreichische Keramik der Fünfzigerjahre mit abstrakten Dekoren. Die Gründerzeit füllte den Bezirk zwischen Gürtel und Schmelz mit Zinshäusern, in deren kleinen Küchen Steingut das übliche Geschirr war.

Bevor Sie Kisten aus dem Keller holen: Alte Zeitungen als Verpackung sind oft selbst datierbar und helfen uns, den Bestand einzuordnen. Lassen Sie alles eingepackt und fotografieren Sie einige Stücke samt Boden. Die Besichtigung ist kostenlos; in Altbauten ohne Lift tragen wir die Kisten selbst hinauf. Welche Stücke Sammlerwert haben, sagen wir offen; diese bezahlen wir in bar oder mit Überweisung.

Was in Rudolfsheim-Fünfhaus häufig auftaucht

  • Gmundner Krüge und Steingutteller – Altmieterhaushalte mit jahrzehntelanger Wohndauer
  • Kisten mit Geschirr aus Kellerabteilen – Gründerzeithäuser zwischen Gürtel und Schmelz
  • Vasen der Fünfzigerjahre – Erstausstattung in Gemeindebauten des Wiederaufbaus

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 15. Bezirk.

Künstler

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Manufakturen & Marken

30

Epochen & Stile

31

Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Keramik, Majolika & Fayence

Was sind Mettlacher Krüge?

Bierkrüge der Firma Villeroy & Boch aus Mettlach im Saarland, meist mit Zinndeckel und Reliefdekor oder farbig eingelegtem Dekor. Am Boden tragen sie den eingeprägten Turm der Alten Abtei, Modellnummern und oft eine zweistellige Jahreszahl.

Was ist der Unterschied zwischen Majolika und Fayence?

Beide sind Irdenware mit deckender, weißer Zinnglasur und Bemalung. Der Name Fayence leitet sich von der italienischen Stadt Faenza ab, Majolika von der Insel Mallorca, über die spanische Ware nach Italien kam. Im 19. Jahrhundert bezeichnete man auch farbig glasierte Reliefkeramik des Historismus als Majolika.

Wie erkenne ich eine Figur von Goldscheider?

Goldscheider-Figuren tragen meist eine eingeprägte oder gestempelte Firmenmarke, frühe Stücke oft „Reproduction réservée“, spätere „Goldscheider Wien“ und „Made in Austria“. Dazu kommen eingeprägte Modellnummern und Künstlersignaturen wie Dakon oder Lorenzl. Spätere Ausformungen aus den USA und England tragen eigene Marken.

Ist Gmundner Keramik gefragt?

Älteres Gmundner Geschirr mit grüngeflammtem Dekor, Arbeiten der Vereinigten Wiener und Gmundner Keramik und Keramik von Schleiss sind gesucht. Neuere Gebrauchsware ist häufig und wird nach Menge und Zustand bewertet.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.