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Alte Meister im 15. Bezirk, 1150 Wien

Alte Meister in Rudolfsheim-Fünfhaus: Kaiserbildnisse und Kopien

Kronprinz Rudolf gab dem Bezirk den Namen, Kaiserin Elisabeth steht im Westbahnhof. In Altmieterhaushalten finden sich Herrscherbildnisse, Andachtsbilder und alte Kopien.

Der Bezirk hat einen hohen Anteil an kleinen Gründerzeitwohnungen, viele einst mit Zimmer und Küche und Bassena am Gang; lange zählte er zu den Wiener Bezirken mit den meisten Substandardwohnungen. Altmieter mit jahrzehntelanger Wohndauer hinterlassen Hausrat aus fünfzig bis siebzig Jahren auf engem Raum. Gemälde sind darin selten Sammlerstücke im engeren Sinn: Heiligenbilder über dem Bett, Kopien nach Galeriebildern, Herrscherbildnisse aus der Monarchie. In der Reindorfgasse und an der äußeren Mariahilfer Straße stehen noch niedrige Vorstadthäuser mit Biedermeierfassaden.

Rudolfsheim wurde 1863 nach Kronprinz Rudolf benannt, im Westbahnhof steht die Statue Kaiserin Elisabeths – die Anhänglichkeit an das Kaiserhaus hat hier Spuren hinterlassen. Herrscherbildnisse, etwa Josephs II. oder Franz’ I., wurden im 18. und frühen 19. Jahrhundert in Werkstätten serienweise gemalt und später vielfach kopiert; entsprechend breit ist die Spanne zwischen Replik und Nachahmung. Friedrich von Schmidts Kirche Maria vom Siege (1868–1875) gehört bereits dem Historismus an, ebenso die Rudolfsheimer Pfarrkirche.

In Kellerabteilen der Gründerzeithäuser stehen Bilder oft hinter Koffern und Geschirrkisten; bitte nicht stapeln, Spannrahmen und Leinwand reißen leicht. Wenn ein Dachboden ausgebaut wird, tauchen eingelagerte Gemälde auf – melden Sie sich, bevor die Baufirma räumt. Wir schauen kostenlos vor Ort, prüfen Malschicht und Rückseite und unterbreiten ein Angebot; auf Wunsch tragen wir die Bilder auch über enge Stiegen hinunter.

Was in Rudolfsheim-Fünfhaus häufig auftaucht

  • Herrscherbildnisse der Monarchie – Habsburg-Verehrung im Bezirk Kronprinz Rudolfs und Kaiserin Elisabeths
  • Heiligen- und Andachtsbilder – Erbstücke in Altmieterwohnungen
  • Gemälde aus Dachbodenausbauten – eingelagerte Bestände, die bei Sanierungen auftauchen

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 15. Bezirk.

Künstler

80

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

11

Materialien, Techniken & Punzen

16

Fragen zu Alte Meister

Was bedeuten Siegel und Nummern auf der Rückseite?

Lacksiegel stammen oft von Adelssammlungen, Zollämtern oder Verlassenschaftsverfahren, Kreidenummern und Etiketten von Auktionen und Ausstellungen. Sie gehören zur Provenienz und sollten nicht entfernt werden. Fotografieren Sie die Rückseite deshalb vollständig.

Kaufen Sie auch Bilder mit Rissen oder Löchern?

Ja, sofern Motiv und Malschicht eine Restaurierung rechtfertigen. Ein Riss in der Leinwand oder eine gesprungene Tafel kommt bei Bildern dieses Alters häufig vor und schließt einen Ankauf nicht aus.

Ist ein unsigniertes Bild weniger wert?

Viele Alte Meister signierten selten, Werkstattbilder blieben grundsätzlich ohne Namen. Entscheidend sind Malqualität, Erhaltung und eine Zuschreibung über Vergleichswerke. Eine später aufgemalte, falsche Signatur schadet einem Bild eher.

Wie wird ein großformatiges Altarbild besichtigt und abgeholt?

Die Besichtigung erfolgt am Standort, auch auf Dachböden oder in Stiegenhäusern. Für den Transport wird das Bild in Decken und Karton verpackt und bei Bedarf aus dem Rahmen genommen. Bei sakralen Bildern wird vorab die Herkunft geklärt.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.