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Wiener Bronzen im 15. Bezirk, 1150 Wien

Wiener Bronzen in Rudolfsheim-Fünfhaus: Altmieter und Gewerbehöfe

In kleinen Wohnungen zwischen Gürtel, Schmelz und Wienfluss sammelt sich Hausrat über ein halbes Jahrhundert und länger – darunter kaltbemalte Tiere, Glocken und Habsburg-Andenken.

Kleine Altbauwohnungen in Gründerzeithäusern, viele ursprünglich mit Zimmer, Küche und Bassena am Gang, prägen Fünfhaus, Sechshaus und Rudolfsheim. Altmieter mit jahrzehntelanger Wohndauer hinterlassen dichte Bestände, in denen eine Bronzefigur zwischen Geschirr, Fotoalben und Dokumenten liegt. In Reindorf und Sechshaus zeugen Werkstatttrakte in den Höfen vom Kleingewerbe des 19. Jahrhunderts; aus ihnen stammen Werkzeug und Materialreste, selten fertige Ware. Kellerabteile enthalten Koffer und Kisten mehrerer Generationen.

Eine Bronzewerkstatt lässt sich für den Bezirk nicht nachweisen. Den Bezug schaffen Namen und Orte: Rudolfsheim heißt nach Kronprinz Rudolf, die Halle des Westbahnhofs birgt ein Standbild Kaiserin Elisabeths, und Habsburg-Andenken wie Büsten und Gedenkmedaillen sind in Altmieterhaushalten verbreitet. Schwenders Kolosseum in Rudolfsheim und die Säle der Vorstadtwirte lockten Wiener aus allen Vorstädten an; musizierende Tierkapellen aus Bronze sind das humoristische Gegenstück zu dieser Tradition der Walzer- und Volksmusikkapellen.

In sanierten Häusern sind die Dachböden oft ausgebaut, die alten Bestände liegen dann im Kellerabteil. Wir öffnen Kisten gemeinsam mit Ihnen, denn Miniaturen und Käfer sind klein genug, um zwischen Geschirr oder Weihnachtsschmuck zu verschwinden. Für die Anfrage per Telefon oder Formular genügen Fotos der auffälligsten Stücke; Zinkgüsse sortieren wir bei der Besichtigung aus. Abgeholt wird auf Wunsch.

Was in Rudolfsheim-Fünfhaus häufig auftaucht

  • Habsburg-Büsten und Gedenkplaketten – Altmieterhaushalte im Bezirk, der nach Kronprinz Rudolf benannt ist
  • Tierkapellen und musizierende Figuren – Vorstadttradition der Tanzsäle
  • Käfer und Miniaturen – Kisten in Kellerabteilen der Gründerzeithäuser

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 15. Bezirk.

Künstler

22

Manufakturen & Marken

6

Epochen & Stile

10

Materialien, Techniken & Punzen

10

Fragen zu Wiener Bronzen

Ich habe eine ganze Vitrine voller kleiner Tiere – lohnt sich eine Besichtigung?

Ja. Sammlungen enthalten oft seltene Miniaturen und Gruppen, die einzeln kaum auffallen. Bei der Besichtigung wird jedes Stück geprüft, das Angebot kann die Sammlung oder einzelne Figuren umfassen.

Sind Figuren mit Elfenbeingesicht verkäuflich?

Nur, wenn die gesetzlichen Ausnahmen und Nachweise für Elfenbein vorliegen. Häufig bestehen solche Teile aus Bein oder Kunststoff, was bei der Besichtigung geklärt wird.

Woran erkenne ich eine echte Wiener Bronze?

An Gewicht, scharfer Ziselierung, mehrschichtiger Kaltbemalung und an der Unterseite mit Gewinden, Muttern und eingeschlagenen Marken. Nachgüsse sind leichter, glatter lackiert und weicher in den Details. Ein Foto der Unterseite hilft bei der Einschätzung.

Meine Figur hat keine Marke – ist sie trotzdem echt?

Das ist gut möglich, denn viele Wiener Bronzen sind ungemarkt, weil Werkstätten für Händler arbeiteten oder kleine Stücke keinen Platz boten. Entscheidend sind Guss, Ziselierung und Bemalung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.