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Tribal Art & außereuropäische Kunst im 15. Bezirk, 1150 Wien

Tribal Art in Rudolfsheim-Fünfhaus: Reiseandenken mit Geschichte

Vom Westbahnhof aus begannen Reisen in die Welt, in Altmieterwohnungen und Kellerabteilen liegen ihre Mitbringsel: Masken, Figuren, Schmuck und Textilien aus mehreren Jahrzehnten.

Altmieterwohnungen in Fünfhaus, Sechshaus und Reindorf bewahren Hausrat aus fünf bis sieben Jahrzehnten, und in Koffern und Kisten der Kellerabteile liegen Reiseandenken: Holzmasken, Makonde-Figuren, Perlenschmuck, Trommeln, gewebte Decken aus den Anden. Die meisten stammen aus Urlauben ab den 1960er-Jahren, einzelne aus früheren Reisen oder aus dem Besitz von Verwandten, die im Ausland arbeiteten. Die junge, häufig wechselnde Bevölkerung des Bezirks bringt dagegen eigene Stücke aus Herkunftsländern und Reisen mit.

Eine Sammlungstradition für Stammeskunst hat der Bezirk nicht; seine Brücke ist das Reisen. Der Westbahnhof, 1858 als Bahnhof der Westbahn nach Linz eröffnet und 1949–1952 neu gebaut, war über ein Jahrhundert Ausgangspunkt für Fahrten nach Westen. Koffer, Reiseführer und Andenken aus dieser Geschichte sind typische Funde. Glasperlen aus dem böhmischen Gablonz und aus Venedig wurden über Jahrhunderte nach Afrika gehandelt und kehren heute in Ketten zurück, die Reisende dort kauften.

Unter Perlenschmuck aus Afrika finden sich mitunter alte Handelsperlen, etwa Chevron- oder Millefiori-Perlen, die mehr wert sind, als die Kette vermuten lässt. Fotografieren Sie Schmuck auf hellem Grund, Masken auch von hinten. Die Besichtigung ist kostenlos; Kisten aus Kellerabteil und Wohnung bringen wir selbst zum Wagen. Danach erhalten Sie ein Angebot.

Was in Rudolfsheim-Fünfhaus häufig auftaucht

  • Perlenschmuck mit Handelsperlen aus Venedig und Böhmen – Reisebestände in Altmieterwohnungen
  • Holzmasken, Makonde-Figuren und Trommeln – Urlaubsandenken in Kellerabteilen
  • Andentextilien und gewebte Decken – Mitbringsel aus Südamerika

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 15. Bezirk.

Künstler

4

Epochen & Stile

3

Materialien, Techniken & Punzen

7

Fragen zu Tribal Art & außereuropäische Kunst

Kaufen Sie auch moderne afrikanische Kunst?

Ja, insbesondere signierte Malerei und Skulptur des 20. Jahrhunderts, etwa aus Tansania, Mosambik, Nigeria oder dem Kongo. Für die Bewertung zählen Künstler, Entstehungszeit und Erhaltung.

Woran erkenne ich eine getragene afrikanische Maske?

An der Innenseite: Dort zeigen getragene Masken dunkle, glatt geriebene Stellen, Schweißspuren und ausgeweitete Befestigungslöcher. Außen sind Kanten und Nase abgegriffen, die Oberfläche ist unregelmäßig. Fotos von innen sind für die Einschätzung unverzichtbar.

Kaufen Sie Stücke ohne Herkunftsnachweis?

Bei vielen Objekten genügt ein plausibler Nachweis, dass sie seit Langem in Europa sind, etwa Erbunterlagen, alte Familienfotos oder Händleretiketten. Archäologische Funde, Objekte aus Benin und Stücke mit Verdacht auf Raub übernehmen wir ohne lückenlose Provenienz nicht. Im Zweifel klären wir die Lage vor dem Angebot.

Was ist Touristenkunst und hat sie Wert?

So nennt der Handel Stücke, die seit etwa 1950 für Reisende und den Export gefertigt wurden. Die meisten haben geringen Sammlerwert; signierte Makonde-Skulpturen, Tingatinga-Bilder und frühe Andenken der Kolonialzeit finden aber Käufer.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.