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Volkskunst & Krippen im 15. Bezirk, 1150 Wien

Krippen aus dem Kellerabteil: Volkskunst aus Rudolfsheim-Fünfhaus

Altmieter zwischen Gürtel und Schmelz, Weihnachtskisten aus mehreren Generationen und der Westbahnhof als Tor nach Westen: Volkskunst aus dem 15. Bezirk.

Kellerabteile in den Gründerzeithäusern zwischen Gürtel und Schmelz bewahren Kisten, die Generationen von Mietern füllten: Christbaumschmuck aus Glas, Papierkrippen, Krippenfiguren aus Holz und Masse, Wachsstöcke. In den kleinen Wohnungen, oft jahrzehntelang von denselben Altmietern bewohnt, hängen Heiligenbilder, Hinterglasbilder und Wallfahrtsandenken an den Wänden. Die Gewerbehöfe in Sechshaus und Reindorf erinnern an Handwerkerfamilien, die mitunter Holzmodel, gedrechselte Kleinobjekte und Spanschachteln hinterließen.

Mit der Westbahn nach Linz, eröffnet 1858, wurde der Bezirk zum Tor nach Westen; Reisende und Zuzügler brachten aus Oberösterreich und dem Salzkammergut Krippenfiguren, Trachtenteile und Andenken mit. Schwenders Kolosseum in Rudolfsheim und die Tanzsäle der Vororte waren im 19. Jahrhundert Spielorte der Walzer- und Volksmusikkapellen. Für Andachtskunst sind die Rudolfsheimer Pfarrkirche und der Kuppelbau Maria vom Siege, den Friedrich von Schmidt entwarf, die Bezugspunkte.

Christbaumschmuck und Papierkrippen sortieren wir bei der kostenlosen Besichtigung gemeinsam aus der Weihnachtskiste; ältere Stücke aus mundgeblasenem Glas oder geprägter Pappe sind gesucht. Hinterglasbilder in alten Rahmen transportieren wir stehend. Bemalte Wachsstöcke und Krippenfiguren aus Masse prüfen wir auf Risse, weil Temperaturwechsel im Keller ihnen zusetzen. Abholungen rund um den Reithofferplatz stimmen wir mit Ihnen auf eine ruhige Tageszeit ab.

Was in Rudolfsheim-Fünfhaus häufig auftaucht

  • Weihnachtsschmuck aus Glas und Papierkrippen – Kellerabteile mit Beständen aus mehreren Generationen
  • Heiligenbilder und Wallfahrtsandenken – Altmieterwohnungen der Gründerzeit
  • Krippenfiguren und Trachtenteile aus dem Alpenraum – Westbahnhof als Ankunftsort aus dem Westen

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 15. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

7

Materialien, Techniken & Punzen

24

Fragen zu Volkskunst & Krippen

Kaufen Sie Trachten?

Historische Trachtenteile wie Goldhauben, Riegelhauben, Mieder mit Silberschnürung und bestickte Seidentücher übernehmen wir gern. Moderne Dirndl und Trachtenanzüge haben meist keinen Sammlerwert.

Wie erkenne ich eine alte Perchtenmaske?

Alte Masken zeigen innen Schweißspuren, abgegriffene Stellen und ausgerissene Befestigungslöcher, außen mehrere Farbschichten. Touristenmasken sind innen sauber, gleichmäßig geschnitzt und oft künstlich gealtert. Fotos der Innenseite sind daher wichtig.

Holen Sie große Möbel vom Dachboden?

Ja, die Abholung von Kästen, Truhen und Betten übernehmen wir auf Wunsch. Soll danach der ganze Dachboden geräumt werden, übernimmt das auf Wunsch unsere Schwesterseite.

Woran erkenne ich, dass ein Bauernkasten original bemalt ist?

An der Abnutzung: Originale Malerei ist an Griffstellen, Kanten und Schlössern abgerieben und im Inneren oft frischer. Neubemalungen wirken gleichmäßig und überdecken Wurmlöcher. Fotos von Front, Seiten, Innenseite und Rückwand zeigen das meist deutlich.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.