Künstler: Design 20. Jh.
Roland Rainer
Architekt, Stadtplaner, 1910–2004, Klagenfurt – Wien
Architekt der Wiener Stadthalle und des ORF-Zentrums, Stadtplaner Wiens bis 1962 und Verfechter verdichteter Flachbausiedlungen.
Roland Rainer studierte an der Technischen Hochschule Wien und promovierte 1935 über die Gestaltung des Karlsplatzes. 1938 trat er der NSDAP bei; 1944 verfasste er eine Schrift über das Einfamilienhaus mit biologistischen und rassistischen Argumenten, die er in seiner Autobiografie verschwieg. Nach 1945 lehrte er in Hannover, Graz und ab 1955 an der Wiener Akademie. 1958–1962 war er oberster Stadtplaner Wiens. Er starb 2004 in Wien.
Sein bekanntester Bau ist die Wiener Stadthalle, eröffnet 1958, deren Vorplatz seit 2006 Roland-Rainer-Platz heißt. Dazu kommen das ORF-Zentrum am Küniglberg und die Gartenstadt Puchenau bei Linz mit niedrigen, verdichteten Wohnhäusern. Rainer entwarf auch Möbel, darunter Sitzmöbel für die Stadthalle und ihre Säle. Die Gartenstadt Puchenau erhielt 1969 den Österreichischen Bauherrenpreis. Zu seinen Schülern gehörten Heinz Tesar, Carl Pruscha und Boris Podrecca.
Sitzmöbel aus der Stadthalle stammen aus öffentlichem Besitz und sind über Inventarvermerke, Herstellerzeichen und Abbildungen der Bauzeit zuzuordnen. Sessel nach Rainer wurden in Serie gefertigt; Etiketten der Hersteller sind für die Zuordnung wichtig. Pläne und Publikationen, etwa seine Bücher zum Städtebau und zum Wohnen im Flachbau, werden im Antiquariat gehandelt, darunter Erstausgaben.
Epochen & Stile
Roland Rainer verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Ebenfalls: Design 20. Jh.
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- Erich Boltenstern1896–1991
- Paul Theodore Frankl1886–1958
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- Hans Hollein1934–2014
- Friedrich Kiesler1890–1965
- Gustav Peichl1928–2019
- Anna-Lülja Praun1906–2004
- Gerrit Rietveld1888–1964
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- Franz Singer1896–1954
- Johannes Spalt1920–2010
- August Thonet1829–1910
- Michael Thonet1796–1871
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