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Silber & Tafelsilber im 15. Bezirk, 1150 Wien

Silber aus Rudolfsheim-Fünfhaus: Kredenz, Keller, Westbahnhof

Jahrzehnte Hausrat in wenigen Zimmern: In Altmieterwohnungen in Fünfhaus und Sechshaus liegen Besteck, Gedenklöffel und Silberrahmen oft in Kredenz und Keller.

In den kleinen Gründerzeitwohnungen von Fünfhaus, Sechshaus und Reindorf leben neben jungen, häufig wechselnden Mietern Altmieter mit jahrzehntelanger Wohndauer. Ihre Verlassenschaften bündeln ein halbes Jahrhundert und mehr: Bestecke in der Kredenz, Zuckerdosen, Silberrahmen mit Familienfotos, Taufbecher. Kellerabteile in Gründerzeithäusern enthalten Koffer und Kisten mit Geschirr, in denen sich auch Silber findet. Reiseandenken wie Gedenklöffel mit Städtewappen erinnern an Fahrten, die am Westbahnhof begannen.

Rudolfsheim trägt seit 1863 den Namen des Kronprinzen Rudolf, im Westbahnhof steht eine Statue der Kaiserin Elisabeth; Gedenkstücke und Porträtrahmen mit Bezug zum Kaiserhaus sind in Haushalten des Bezirks daher zu erwarten. Friedrich von Schmidt errichtete 1868 bis 1875 die Kirche Maria vom Siege, ein Bau desselben Historismus, der auch das Tafelgerät der Zeit prägte. Schwendermarkt und Meiselmarkt sind Lebensmittelmärkte; Silber kommt über Haushaltsauflösungen und Flohmärkte in den Handel.

Silberrahmen tragen die Punze meist am Rand der Vorderseite oder an der Stütze; fotografieren Sie beides. Gedenklöffel sind oft aus Silber, manchmal aber nur versilbert oder emailliert, das klären wir bei der Besichtigung. In Häusern mit nachgerüstetem Lift ist der Weg einfach, im Kellerabteil hilft eine Taschenlampe. Was nur Metallwert hat, wird nach Gewicht zum Tageswert abgerechnet; Gedenkstücke mit Sammlerwert bewerten wir gesondert.

Was in Rudolfsheim-Fünfhaus häufig auftaucht

  • Bestecke, Zuckerdosen und Silberrahmen – Altmieterwohnungen mit Hausrat aus mehreren Jahrzehnten.
  • Gedenklöffel und Reiseandenken – Westbahnhof als Ausgangspunkt von Reisen.
  • Gedenkstücke zum Kaiserhaus – Namensbezug zu Kronprinz Rudolf und Kaiserin Elisabeth.

Mit Bezug zu Rudolfsheim-Fünfhaus

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 15. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 15. Bezirk.

Künstler

16

Manufakturen & Marken

30

Epochen & Stile

30

Materialien, Techniken & Punzen

34

Fragen zu Silber & Tafelsilber

Was ist ein gefüllter Leuchter?

Bei gefüllten Leuchtern ist der Fuß aus dünnem Silberblech mit Kitt, Pech oder Gips beschwert. Das Gesamtgewicht täuscht daher über den Silberanteil; bewertet werden Ausführung und das geschätzte Silbergewicht.

Mindern Monogramme den Wert?

Einfache Monogramme mindern meist nur leicht, weggeschliffene Gravuren dagegen stärker, weil die Wandung dünner wird. Wappen bekannter Familien und Widmungen mit Bezug zur Geschichte können das Interesse sogar erhöhen.

Was bedeutet die Zahl 800 auf meinem Besteck?

Sie gibt den Feingehalt an: 800 von 1000 Teilen sind reines Silber. 800 war um 1900 der übliche Feingehalt für deutsches und österreichisches Tafelsilber, 925 ist Sterlingsilber. Steht nur eine Zahl wie 90 oder 100 neben einer Firmenmarke, handelt es sich meist um versilberte Ware.

Was ist der Dianakopf?

Die Silberpunze Österreich-Ungarns von 1872 bis 1922 zeigt den Kopf der Jagdgöttin Diana mit einer Ziffer für den Feingehalt: 1 für 950, 2 für 900, 3 für 800 und 4 für 750 Tausendteile. Ein zusätzlicher Buchstabe nennt das Punzierungsamt, A steht für Wien.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.