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Antiquitäten Wien

Material: Malerei & Grafik

Stahlstich

Tiefdruck von gehärteten Stahlplatten, ab den 1820er-Jahren für große Auflagen von Ansichten, Porträts und Buchillustrationen.

Ab den 1820er-Jahren ersetzten Stecher in England das weiche Kupfer durch Stahlplatten, die sich nach dem Härten für Tausende Abzüge nutzen ließen. Jacob Perkins und Charles Heath trieben die Technik voran, zunächst für Banknoten, dann für Buchillustrationen. In Deutschland und Österreich verbreiteten Verlage Stahlstichansichten in großen Mengen, etwa in Meyers Universum ab 1833. Veduten, Burgen, Städte, Landschaften und Porträts füllten Reisebücher und Almanache des Biedermeier und des Vormärz.

Stahlstiche sind meist klein, mit äußerst feinen, dicht gesetzten Linien, die grau und gleichmäßig wirken. Der Plattenrand ist vorhanden, sofern das Blatt nicht beschnitten wurde. Viele Blätter sind nachträglich koloriert, manche erst im 20. Jahrhundert. Unter der Lupe sieht man Linien und Punkte, keine Rasterpunkte. Unten stehen häufig Künstler, Stecher und Verlag in kleiner Schrift. Aus Büchern gelöste Blätter tragen oft Seitenzahlen oder Tafelnummern.

Stahlstiche haben meist moderaten Wert; Ansichten von Wien, österreichischen Orten und seltene Motive finden Sammler. Spät kolorierte Blätter sind weniger gefragt als zeitgenössisch kolorierte. Stockflecken sind häufig und mindern den Wert. Vollständige Bücher mit allen Tafeln werden meist höher bewertet als die Summe einzelner Blätter.

So prüfen Sie es

  • sehr feine, dicht gesetzte Linien
  • Plattenrand
  • Angaben zu Künstler, Stecher und Verlag
  • Seitenzahlen bei Buchtafeln
  • spätere Kolorierung möglich

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.