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Taschenuhren im 7. Bezirk, 1070 Wien

Taschenuhren aus Neubau: Brillantengrund, Spittelberg, Zieglergasse

Seidenfabrikanten am Brillantengrund, Silberschmiede in der Zieglergasse, Biedermeierhäuser am Spittelberg: In Neubau finden sich frühe Spindeluhren und silberne Gehäuse mit Wiener Punzen.

Um 1800 machten Seidenzeugmacher das Schottenfeld so wohlhabend, dass es den Spitznamen Brillantengrund erhielt; aus dieser Zeit stammen Spindeluhren mit Übergehäuse, emaillierte Taschenuhren und frühe Zylinderuhren. Am Spittelberg und in St. Ulrich, in Wohnhäusern der Jahre um 1820 bis 1840, finden sich Biedermeieruhren mit Schlüsselaufzug, manchmal mit dem passenden Uhrständer. Werkstatttrakte in den Höfen, heute Lofts und Ateliers, können bei Auflösungen Uhren enthalten, die Handwerker über Generationen getragen haben.

Im Hofmobiliendepot in der Andreasgasse zeigen Raumensembles des Louis-seize und des Biedermeier das Umfeld, in dem solche Uhren getragen und abends auf den Ständer gelegt wurden. Silberne Uhrgehäuse und Ketten tragen dieselben amtlichen Punzen wie Wiener Tafelsilber, für das im Bezirk die Zieglergasser Werkstatt von Jarosinski & Vaugoin steht. Im Amerlinghaus am Spittelberg wurde 1803 der Porträtmaler Friedrich von Amerling geboren; Bildnisse des Biedermeier zeigen häufig Herren mit Uhrkette über der Weste, ein Detail, das beim Datieren von Ketten hilft.

In ehemaligen Werkstätten liegen Uhren oft in Werkbankladen zwischen Werkzeug; versuchen Sie nicht, Gehäuse mit dem Schraubenzieher zu öffnen. Uhrständer, Ketten, Berlocken und Etuis gehören zum Bestand und werden mitbewertet. Für die Ersteinschätzung genügen Fotos, auch mehrere Uhren auf einem Bild. Kommt der Besitz aus einer Verlassenschaft, warten wir die Einantwortung ab oder holen die Zustimmung des Gerichtskommissärs ein.

Was in Neubau häufig auftaucht

  • Spindeluhren mit Übergehäuse und emaillierte Taschenuhren – Wohlstand der Seidenfabrikanten um 1800
  • Biedermeieruhren mit Uhrständer – Wohnhäuser am Spittelberg und in St. Ulrich
  • Silberne Uhrketten und Berlocken mit Wiener Punzen – Silberschmiedetradition im Bezirk

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 7. Bezirk.

Manufakturen & Marken

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Epochen & Stile

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Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Taschenuhren

Kaufen Sie Taschenuhren, die nicht mehr gehen?

Ja. Viele Taschenuhren stehen, weil das Öl verharzt ist, nicht weil Teile fehlen. Wir öffnen die Uhr, prüfen das Werk und bewerten sie in ihrem aktuellen Zustand.

Woran erkenne ich, ob das Gehäuse aus Gold ist?

Goldgehäuse tragen innen im Deckel eine Punze wie 14 K, 0,585, 18 K oder 0,750 und oft ein Amtszeichen. Doublé-Gehäuse sind mit „Doublé“ oder einer Angabe in Jahren wie „10 Ans“ gestempelt; dann hat das Gehäuse keinen Goldwert.

Lohnt sich eine Reparatur vor dem Verkauf?

In den meisten Fällen nicht. Eine Revision durch einen Uhrmacher kostet oft mehr, als sie an Wert bringt, und unsachgemäße Eingriffe können Originalteile beschädigen. Wir kaufen die Uhr so, wie sie ist.

Was ist eine Repetition wert?

Das hängt von der Art der Repetition, dem Hersteller, dem Gehäusematerial und der Funktion ab. Minutenrepetitionen von Genfer Manufakturen sind deutlich gesuchter als Viertelrepetitionen aus Schweizer Serienfertigung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.