Künstler: Ringstraßen-Architektur
Friedrich von Schmidt
Architekt, Dombaumeister, 1825–1891, Frickenhofen – Wien
Neugotiker aus der Kölner Dombauhütte; Wiener Rathaus, Dombaumeister von St. Stephan und Architekt zahlreicher Wiener Pfarrkirchen.
Friedrich Schmidt arbeitete als Steinmetz und Werkmeister an der Kölner Dombauhütte, bevor er 1857 als Professor an die Wiener Akademie kam. 1863 wurde er Dombaumeister von St. Stephan. 1886 wurde er geadelt. An der Akademie bildete er Architekten in mittelalterlicher Baukunst aus; Friedrich Ohmann gehörte zu seinen Studenten. Schmidt starb 1891 in Wien und liegt in einem Ehrengrab am Zentralfriedhof.
Sein Hauptwerk ist das Wiener Rathaus (1872–1883) mit dem Rathausmann auf dem Turm. Dazu kommen das Akademische Gymnasium am Beethovenplatz (1863–1866), die Lazaristenkirche in Neubau (1860–1862), die Kirche Maria vom Siege in Fünfhaus (1868–1875), die Brigittakirche (1867–1873) und die Weinhauser Pfarrkirche. Als Dombaumeister restaurierte er Teile des Stephansdoms. Schmidt entwarf auch Altäre, Kanzeln und Kirchengerät, die Werkstätten nach seinen Zeichnungen ausführten.
Neugotisches Kirchengerät aus Wien ist häufig, Schmidt-Entwürfe sind nur über Zeichnungen und Kirchenrechnungen zu sichern. Sakrale Objekte aus Pfarren unterliegen kirchlichem Eigentum; die Herkunft wird geprüft. Ansichtskarten und Fotografien des Rathauses sind zahlreich; frühe Albuminabzüge aus der Bauzeit sind seltener. Entwurfszeichnungen liegen großteils im Wien Museum und im Archiv der Dombauhütte.
Epochen & Stile
Friedrich von Schmidt verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Innere Stadt
Rathaus (1872–1883), Akademisches Gymnasium (1863–1866), Arbeiten am Stephansdom als Dombaumeister ab 1863.
Neubau
Lazaristenkirche in der Kaiserstraße (1860–1862).
Rudolfsheim-Fünfhaus
Pfarrkirche Maria vom Siege (1868–1875).
Brigittenau
Brigittakirche (1867–1873).
Währing
Weinhauser Pfarrkirche.
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- Fellner & HelmerFerdinand Fellner 1847–1916, Hermann Helmer 1849–1919
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